Bild von George GershwinGershwin, George
George und Ira Gershwin 

George Gershwin, geb. am 6. September 1898 in Brooklyn, New York, arbeitete nach dem Studium der klassischen Musik zunächst als Songwriter, komponierte 1919 für Al Jolson "Swanee" und im gleichen Jahr sein erstes Musical "La La Lucille". 1924 konnte er mit "Lady Be Good" und der "Rhapsody in Blue" große Erfolge verbuchen. Zu den bekanntesten seiner ca. 30 Musicals, für die meist sein Bruder Ira die Texte schrieb, zählen: "Funny Face" (1927), "Strike Up The Band" (1930), "Of Thee I Sing" (1931), das erste Musical, das den renommierten Pulitzer-Preis erhielt.

Mit der auf dem Roman "Porgy" von Du Bose Heyward basierenden Oper "Porgy And Bess" (1935) schuf er die amerikanische "Folk Opera", die Elemente der klassischen Musik mit denen des Jazz und des Blues verbindet. Nach seinem frühen Tod am 11. Juli 1937 in Beverly Hills wurde Gershwin in der Folgezeit insbesondere mit seinen "klassischen" Kompositionen zu einer Ikone des amerikanischen Showbusiness. Umarbeitungen erfuhren in späteren Jahren u. a. die Musicals "Funny Face", "My One And Only", UA 1983 in Boston) und "Girl Crazy" ("Crazy For You", UA 1992 in New York), die teilweise auch mit neu entdeckten Gershwin-Songs ergänzt wurden.

 

Ein Amerikaner in Paris

(An American in Paris)
Musical nach dem gleichnamigen Film
Musik und Liedtexte von George und Ira Gershwin
Buch von Craig Lucas
Deutsch von Roman Hinze (Dialoge)
und Kevin Schroeder (Liedtexte)
3D, 3H, Ensemble
Orchesterbesetzung: Kl, Fl, Hr, Reed I, Reed II, Reed III, Trp, Pos, Perc, Dr, Akk, Vl I, Vl II, Vla, Vlc, Kb
UA: 10.12.2014, Théâtre du Châtelet Paris
DSE: 25.11.2018, Landestheater Linz

Nachkriegszeit. Schwer und dunkel liegt der Schatten des Zweiten Weltkrieges über der Stadt der Liebe und des Lichts. Allmählich aber beginnt er zu weichen, und das Leben und die Zuversicht, die Farben und die Freude kehren zurück. Der amerikanische Veteran und aufstrebende Maler Jerry taumelt noch immer unter der Last der Vergangenheit, als er in einer Menschenenge für einen kurzen Moment die Frau seiner Träume erblickt: Lise. Liebe auf den ersten Blick? Durch Zufall oder Schicksal treffen sich Jerry und Lise, die, wie sich herausstellt, Tänzerin ist, bei einer Ballettprobe wieder. Dies könnte bereits das glückliche Happy End der Geschichte sein, doch Lise ist verlobt mit Henri, dessen Familie ihr, der Jüdin, im Krieg das Leben gerettet hat. Sie ist Henri und seiner Familie dankbar. Aber liebt sie ihn wirklich?

Die erste Bühnenfassung des berühmten Musicalfilmklassikers "An American in Paris" von 1951 mit der Musik von George Gershwin eroberte jüngst die Bühnen von Paris, New York und London. Mal rauschhaft, mal jazzschmissig, akkordeonintim und melancholisch und dann wieder steppfreudig, temperamentvoll und lebensbejahend stehen Gershwins Evergreens neben musikalischen Entdeckungen und sind geschickt verflochten mit berühmten orchestralen Werke wie "An American in Paris", "Concerto in F", "Second Rhapsody" oder der "Cuban Ouverture". Der Autor Craig Lucas hat die Handlung des Filmmusicals durch Schicksale jüdischer Protagonisten erweitert und ihr damit eine zusätzliche Dimension gegeben. Ein Amerikaner in Paris wurde seit der Uraufführung 2014 am Théâtre du Châtelet und den darauffolgenden Premieren am New Yorker Broadway und im Londoner West End mit den wichtgsten Musicalpreisen ausgezeichnet: unter anderem mit dem Tony und dem Drama Desk Award für die beste Orchestrierung sowie dem Outer Critics Circle Award als Outstanding New Broadway Musical.

"Ein Amerikaner in Paris vereint Musik und Bewegung, Lied und Geschichte mit solch ansteckender Lebendigkeit, dass Sie Ihre Füße dabei erwischen, wie sie unter dem Sitz herumzappeln, und sich Ihr Herz danach sehnt, vom Tanz mitgerissen zu werden." (The New York Times)

Hinweis: Für dieses Werk können an Amateurtheater leider keine Aufführungsrechte vergeben werden.