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Neu: "Desperado" von Ton Kas und Willem de Wolf
In den Tiefen ihrer Gedanken sind sie Helden des wilden Westens, im täglichen...

UA: "Was man von hier aus sehen kann" an den Hamburger Kammerspielen
Am 5. September ist die Uraufführung von Mariana Lekys Was man von hier aus...

DSE: "The Party" von Sally Potter am Burgtheater Wien
Sally Potter hat das Drehbuch ihres kammerspielartigen Films The Party selbst...

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
Wir freuen uns, dass die Stücke unserer Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason,...

Rückblick: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Am 9. August war die Uraufführung von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks...

Neu bei FBE: "Drachenherz" von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
In Deutschhagen hängen die Erziehungsberechtigten schlaff vor der Glotze,...

Neu: "Bambi" von Oliver Schmaering
Die Wiese wird niemals betreten. Sie ist die Zone der Gefahr. Die Stadttiere...

Hörspiel: "Baader Panik" von Oliver Kluck
In Baader Panik bügelt der Autor Oliver Kluck die Geschichte des kollektiven...

UA: "Die überraschend seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe" am Jungen Staatstheater Karlsruhe
Am Jungen Staatstheater Karlsruhe inszeniert Otto A. Thoß die Uraufführung...

DSE: "Die Reißleine" am Volkstheater Wien
Am 27.9. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die Reißleine am...

DE: "Ein Amerikaner in Paris" am Theater Kiel
Am 28. September ist am Theater Kiel die deutsche Erstaufführung von...

Aktuell: "Unser Dorf soll schöner werden" von Klaus Chatten
Gleich zweimal ist Klaus Chattens Monolog Unser Dorf soll schöner werden in...


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Bild von Nino HaratischwiliHaratischwili, Nino

Nino Haratischwili wurde 1983 in Tiflis, Georgien geboren. Sie leitete von 1998 bis 2003 die freie, zweisprachige Theatertruppe (Deutsch, Georgisch) "Fliedertheater" und hatte mit dieser mehrere Auftritte an verschiedenen georgischen Theatern sowie Gastspiele in Deutschland (Bremen). Von 2000 bis 2003 studierte sie Filmregie an der Staatlichen Schule für Film und Theater in Tiflis. Von 2003 bis 2007 studiert sie Regie an der Theaterakademie Hamburg, ITMF. Nino Haratischwili schrieb mehrere Prosatexte und Stücke, die sowohl in Deutschland als auch in Georgien gelesen und veröffentlicht wurden.

Die Uraufführungsinszenierung von Z, die sie selbst einrichtete, war mit mehreren Gastspielen u. a. in Hamburg, Heidelberg, Jena und Bremen zu sehen. Nino Haratischwili wurde zu den Werkstatttagen 2006 am Burgtheater Wien eingeladen. Sie lebt als freie Regisseurin und Autorin in Hamburg.

Ihr Theaterstück Le petit maître wurde 2007 am Staatstheater Kassel uraufgeführt.

Für ihre herausragende literarische Leistung wurde Nino Haratischwili am 4. März 2010 mit dem Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet.

Weitere Stücke von Nino Haratischwili vertritt der Verlag der Autoren in Frankfurt am Main.

 

Z

Ein Theaterstück
1D, 1H
UA: 25.02.2006, Thalia Theater Hamburg

Eine große Halle einer alten Akademie. Es ist später Abend. Leere. Stille. Keiner ist mehr da. Das glaubt zumindest Tizian, der verzweifelt in einer Ecke sitzt. Nur kurz, für einen ganz kurzen Moment, ist er eingenickt. Dann waren alle weg und er eingeschlossen. Keiner der ihn hört. Außer ... Lea. Sie steht plötzlich im Raum. Verwundert, überrascht, interessiert. Sie hat sich absichtlich einschließen lassen. Nicht zum ersten Mal. Sie liebt diesen Ort. Hier kann sie in aller Ruhe ihren Gedanken zuhören.

Tizian will raus, er muss zu einer Familienfeier, er kann nicht einfach fehlen, er muss dahin, wenigstens um so zu tun, als ob da eine Familie wäre. Raus aus der Akademiehalle? Keine Chance, weiß Lea, die Türen zu den Räumen mit Alarmanlagen sind aus Metall, die Fenster vergittert, Telefone nur im Bürotrakt, wo man nicht hinkommt. Die einzige Möglichkeit wäre die Dachterasse. Wenn man fliegen kann.

So bleibt beiden nichts anderes übrig, als die Nacht zusammen in der Halle zu verbringen. Immerhin funktioniert der Kaffeeautomat. Wie sie sich dabei auf die Nerven gehen, langsam auf die Pelle rücken und immer intimer werden, ist ein tiefgründiges Kabinettstückchen, das kaum eine Frage unberührt lässt. Identität, Glück, Liebe, Sex, Wünsche, Träume und Ernüchterung – alles wird im Laufe der langen Nacht zum Thema. Bis der Morgen graut und der erlösende Moment immer näher rückt. Wenn da nicht einer von beiden seine eigenen Pläne hätte.

Mit ihrem Debütstück Z zeigt die georgische Autorin Nino Haratischwili zwei junge Menschen in einer Extremsituation. Das vermeintliche Gefängnis entpuppt sich für beide mehr und mehr zum Ort der Freiheit: Freiheit des Denkens, Freiheit des Spielens, Freiheit des Handelns. In kurzen, prägnanten Szenen lässt die Autorin mit viel Gespür für Situation und Sprache zwei Personen sich aufeinander zu bewegen und schärft Wahrnehmung für die kleinen Glücksmomente, die das Leben lebenswert machen.

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