24.02.8103

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"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
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Bild von Ronja von RönneRönne, Ronja von
© Carolin Saage 

Ronja von Rönne wurde 1992 in Berlin geboren, lebt in Berlin und Grassau. Seit 2015 Autorin und Redakteurin im Feuilleton der "Welt". 2015 nahm sie am Bachmann-Wettbewerb teil.


Weitere Informationen zu Ronja von Rönne

 

Wir kommen

Roman von Ronja von Rönne

UA: 09.04.2017, Staatsschauspiel Dresden

"Schnoddrig, witzig, respektlos - endlich eine neue Stimme in der deutschen Gegenwartsliteratur" Joachim Rottmann

Wenn jemand stirbt, zieht man sich schwarze Kleider an oder geht zur Beerdigung. Nora, die an den Tod ihrer besten Freundin nicht glaubt, flieht aus der Stadt in ein Haus an der Küste, mit dabei ihre offene Vierer-Beziehung, ein schweigendes Kind und eine Schildkröte. Sie flieht vor den Panikattacken, vor der Langeweile, vor sich selbst und der eigenen Geschichte. Aber Erlösung bringt auch die Flucht nicht, wenn man eigentlich alles hat, was man braucht, und genau das zum Problem wird. "Was das bedeutet: jung zu sein; ob man das retten oder verlängern oder doch diesem Zustand, diesem Lebensgefühl möglichst schnell entrinnen solle und wie man seine Empfindungen davor bewahrt, von korrumpierten Begriffen korrumpiert zu werden." (FAS)

Boshaft lässig und virtuos pointiert beschreibt Ronja von Rönne den so typischen Wohlstands-Ennui einer Generation, die sich in den Moden und Allüren ihrer Zeit selbst verloren geht. "Und dann sondiert man den Text noch einmal auf diese Idee hin, dass es neben den vielen hübsch zeitgeisthaft aufgetakelten Problemen der Figuren vielleicht eine strukturelle, das Sprechen und Schreiben selbst betreffende Krise geben könnte. Dass es (…) auch um die Frage (geht), wie das moderne Selbst noch von sich und seinen Zuständen berichten kann, wenn die Sprache leer geworden ist über ihren amüsanten Anwendungen." (Die Zeit)

Wir kommen ist ein radikales Buch, das laut und voller Humor gegen jede Art von Sentimentalität anschreit. Doch je länger die Reise währt, desto öfter bricht der Sound, wird verzeihlich, komisch, poetisch.

Hinweis:
Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption des Romans zu erstellen. Das Buch ist im Aufbau Verlag erschienen.



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