19.02.2018

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Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Globoschütz, Anton

Anton Globoschütz wurde am 28. August 1968 in Hannover geboren. Er studierte Germanistik und Anglistik in Bielefeld und begann 1993 als Schriftsteller zu arbeiten. 1993-1995 war er Pförtner an den Bühnen der Stadt Bielefeld, und seit 1995 ist er Mitarbeiter des Ausstellungsdienstes am Haus der Kunst in München.

 

Wir werden Weltmeister

11H, 2 komplette Fußballmannschaften
frei zur UA

"Fußball ist unser Leben" - ein wahrer Satz aus deutschem Munde. Zwei deutsche Nationalmannschaften ("Wir" und "unsere Gegner") stehen sich mitsamt ihren Präsidenten, Trainern, Masseuren und Fankurven gegenüber und spielen das Spiel ihres Lebens. Und bald wird deutlich: das ist nicht einfach nur ein Fußballspiel, das ist eine andere Form der Gesellschaftsbeschreibung. Das deutsch-deutsche Nationalspiel wird zur Metapher für die deutsche Nachkriegsgeschichte bis hin zur Gegenwart und legt den Zusammenhang zwischen historischer Entwicklung und Massenphänomenen offen.
In konsequenter Durchführung verlagert sich das Spiel vom Fußballplatz auf die Ränge der Fankurven, um schließlich im dritten Teil im Aktuellen Sportstudio zu enden, wo bekanntlich die entscheidenden Schlachten geschlagen werden.

Globoschütz hat einen Text ohne Dialog geschrieben, eine Art choreographische Performance-Anweisung. In seinem Stück mischt er den berichtend-kommentierenden Gestus der Sportberichterstattung, der die Dynamik des Spielverlaufs durch aufgepeitschte Rhetorik nachahmt, mit Phrasen und Floskeln aus dem Journalisten-, Politiker- und Umgangsdeutsch und mit verballhornten Fußballliedern. Entlarvt wird eine Art deutscher Nationalcharakter, der - ob Spieler oder Fan - nur in der Masse sein Glück findet, der nur im "Wir" "Ich" sein kann.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.