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KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bild von Christian LollikeLollike, Christian
Foto: Anders Heinrichsen 

Christian Lollike, Jahrgang 1973, arbeitete als Regieassistent von Miguel Rubio am Yayachakani Theater in Lima, Peru, und ist Gründungsmitglied von "The Sheriff", einer Gruppe, die dem vorhersehbaren Theater den Kampf angesagt hat. 2001 schloss er sein Studium des Szenischen Schreibens am Theater Aarhus ab. Lollike schreibt Hörspiele, Drehbücher und mehrere Theaterstücke, die er zum Teil selbst inszeniert.

Sein erstes abendfüllendes Theaterstück Verzeihung, ihr Alten, wo finde ich Zeit, Liebe und ansteckenden Irrsinn? wurde 2003 am Stadttheater Boras, Schweden, uraufgeführt. 2004 folgte die Uraufführung seines Stückes Sexy Sally (Dom over skrig) am Katapult-Theater in Aarhus (Dänemark).

In Deutschland wurden mehrere seiner Stücke uraufgeführt, u.a. 2005 "Dogville" nach Lars von Trier am Staatstheater Stuttgart, Nathan (ohne Titel) am Schauspiel Leipzig und 2008 Cosmic Fear oder Der Tag, an dem Brad Pitt Paranoia bekam am Maxim Gorki Theater, Berlin.

Von 2005 bis 2010 arbeitete Lollike als Hausautor und Regisseur am Theater Aarhus. Seit 2010 ist er Künstlerischer Leiter des CaféTeatret in Kopenhagen, das sich jüngst in Sort / Hvid umbenannte.

Christian Lollike wurde mehrfach ausgezeichnet: 2005 erhielt er den Preis der dänischen Theaterzeitschrift Teater1. Die dänische Hörspielproduktion seines Stücks Das Wunderwerk oder The RE-Mohammed-TY Show bekam 2006 den Prix Europa als bestes Hörspiel(Denmarks Radio; Regie: Daniel Wedel). Im Mai 2013 wurden Christian Lollike und CaféTeatret gleich in drei Kategorien bei der dänischen Reumert-Verleihung ausgezeichnet: Dramatiker des Jahres für Der fremde Blick oder Der Schacht, „Cookies Factory“ und „Manifesto 2083“. Der fremde Blick oder Der Schacht wurde zudem als bestes Theaterstück prämiert. „Manifesto 2083“, das sich mit dem Massenmörder Anders Breivik auseinandersetzt, erhielt den Spezialpreis der Jury. Es wurde außerdem zum Festival „Neue Stücke aus Europa“ eingeladen.


Weitere Informationen zu Christian Lollike

 

Träume werden Wirklichkeit

(All My Dreams Come True. Et Disneydrama om depression og eventyr)
Ein Disneydrama über Depression und Märchen
Mit Textfragmenten von Jens Christian Lauenstein Led und Tanja Diers
Deutsch von Gabriele Haefs
1D, 1H
UA: 31.08.2013, Aarhus Teater Aarhus
DSE: 15.05.2014, Staatsschauspiel Dresden

Sind sie deprimiert oder haben sie eine Depression?
Zwei Personen, A und B, stellen fest, dass sie kein Leben haben, kein Abenteuer, keine Geschichte. Sie wissen nur nicht, warum. Im Märchen ist das ganz anders: Dornröschen schläft hundert Jahre und findet dann ihre einzige wahre Liebe. Schneewittchen hat eine Stiefmutter, die von Neid zerfressen wird, da Schneewittchen so viel schöner ist als sie selbst. Alles würde die böse Stiefmutter tun, um ihre Konkurrentin auszustechen; sie versucht sogar einen Mord. Doch halt! Stopp! Hier setzt Disney ein ... Die Geschichte wird einmal durch den Filter gejagt, weichgespült und am Ende bleibt: eine kleine, harmlose Geschichte ohne Gewalt, ohne Sex, ohne Lust. Wo sind die Vögel aus dem Grimmschen "Aschenputtel" geblieben, die sich nach der Hochzeit auf die Schultern der Schwestern setzen und ihnen die Augen aushacken?
A und B wissen, dass sie ihre Geschichte ändern müssen, um glücklich zu werden – und damit meinen sie keine Selbstverwirklichungstrips. Mit Entsetzen müssen sie feststellen, dass es nicht am fehlenden Willen liegt. Es ist viel schlimmer: Sie haben die Fähigkeit verloren, sich eine andere Welt überhaupt noch vorstellen zu können. Beide fassen zusammen einen Entschluss: Jeder hat die Macht über seine eigene Geschichte und wer sich verändern will, muss seine Selbsterzählung verändern, also: "Wir machen ein ganz freies, im Gehirn ganz freies Disneydrama, where all our dreams come true."

Zwischen überdrehten Disneyplastikwelten und kastrierten Märchenfiguren spürt Christian Lollike mit gewohnter Ironie und Komik die handfesten, echten Ängste und Sehnsüchte der Menschen auf. Märchen hören da auf, wo die täglichen Sorgen beginnen: Schneewittchen hat ihren Prinzen gefunden: Doch leben sie wirklich glücklich bis an ihr Lebensende? Wie kann ich in Zeiten der Krise noch meine Kinder Hänsel und Gretel versorgen? Wie findet Dagobert Duck Liebe, wenn er nur an Kosten-Nutzen-Analysen denken kann?

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Premierenberichte zu diesem Stück vorhanden