25.11.8115

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"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DSE: "Die Zertrennlichen" von Fabrice Melquiot am Schauspiel Frankfurt
Am 26. November ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die...

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Bild von Bjarni Haukur ThorssonThorsson, Bjarni Haukur

Bjarni Haukur Thorsson ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Autoren Islands. Sein Stück Hi Dad! wurde mittlerweile in über 20 Ländern erfolgreich aufgeführt, in Deutschland inszeniert von Esther Schweins u. a. mit Kristian Bader. Das Nachfolgestück "The Grandad" lief zuletzt in einer von Karl Dall adaptierten Fassung unter dem Titel „Der Opa“ mehrere Jahre im deutschsprachigen Raum.


Weitere Informationen zu Bjarni Haukur Thorsson

 

Sendepause

(Off Air)
Ein Stück in vier Akten
Deutsch von Philipp Rona
2D, 2H
frei zur DSE

Joachim Gordon, genannt Joe, hat es sich in seinem Leben gemütlich gemacht. Früher war er erfolgreicher Musiker und Mädchenschwarm, nun bestreitet er nach einigen beruflichen und persönlichen Rückschlägen das Nachtprogramm eines lokalen Radiosenders. Er hat seine Musik und ansonsten seine Ruhe. Fünf Nächte die Woche ist er auf Sendung in der „Nachtschicht“, seinem kleinen Refugium, in dem er nahezu ungestört gegen das moderne Formatradio wettern und seine treue Zuhörerschaft zu guter Musik bekehren kann. Ansonsten sieht er kaum jemanden, das macht ihm aber nichts aus. Er kommt gut klar. Bis eine einzelne Nacht sein ganzes Leben auf den Kopf stellt.

Erst spielt ihm die moderne Technik im Studio pausenlos Streiche. Dann steht unvermittelt ein junges Mädchen im Studio, das sich partout nicht abwimmeln lässt und seinen gewohnten Ablauf und nicht zuletzt auch seine Prinzipien durcheinanderbringt. Und schließlich taucht auch noch seine ehemalige große Liebe auf, die ihn vor langer Zeit verlassen hat. Ehemalige große Liebe? Bald wird klar, dass er die Trennung noch immer nicht richtig überwunden hat, dass alte Wunden wieder aufzubrechen drohen, neue hinzukommen werden. Über allem schwebt zudem ein Geheimnis, das nicht mehr ignoriert werden darf. So steht Joe unweigerlich vor der Wahl: Flüchtet er sich erneut in die Bequemlichkeit, die er für sich eingerichtet hat, oder stellt er sich endlich seiner Vergangenheit? Eine Entscheidung, die sein zukünftiges Leben nachhaltig verändern wird.

Der isländische Autor Bjarni Haukur Thorsson, hierzulande vor allem bekannt geworden durch seine Ein-Mann-Komödie Hi Dad!, hat mit Sendepause ein berührendes Stück über einen Mann geschaffen, der sich aus dem eigenen Leben zurückgezogen hat. Doch seine Vergangenheit zwingt ihn dazu, sich diesem erneut zu stellen. Thorsson gelingt es, urkomische, slapstickartige Szenen mit tragischen Momenten frei von Sentimentalität zu kombinieren und eine moderne Tragikomödie über die uralte Weisheit zu schaffen: Das Leben findet immer einen Weg.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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