24.02.33

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"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Bild von Franziska SteiofSteiof, Franziska

Die Regisseurin und Autorin Franziska Steiof schrieb zahlreiche Stücke gemeinsam mit dem Komponisten Thomas Zaufke, u. a. Moby Dick für das Theater Kiel, Rosa für das GRIPS Theater Berlin und Die Schneekönigin für das Düsseldorfer Schauspielhaus. Ihre in Co-Autorenschaft mit Volker Ludwig entstandenen Inszenierungen Baden gehn und "Rosa" wurden beide für den Friedrich-Luft-Preis nominiert. Außerdem entstanden Auftragswerke u. a. für das Staatstheater Hannover, das Junge Schauspielhaus Düsseldorf und das Theater Kiel. Mit Undine, die kleine Meerjungfrau, geschrieben für das Junge Schauspielhaus Düsseldorf, wurde sie 2010 für den Deutschen Kindertheaterpreis sowie den Mülheimer Kinderstückepreis nominiert. Die Uraufführung von Schöner wohnen eröffnete die Saison 2011/12 am Berliner GRIPS-Theater, die erste unter der künstlerischen Leitung von Stefan Fischer-Fels.
Im Januar 2014 entschied Franziska Steiof, aus dem Leben zu gehen.

 

Schöner wohnen

Ein musikalischer Umzug
mit Musik von Thomas Zaufke
3D, 4H
UA: 02.09.2011, Grips Theater Berlin

Ein marodes Berliner Mietshaus und seine Bewohner in einem Bezirk, der bisher nicht im Verdacht stand, sonderlich hip zu sein. Die bunt gemischte Hausgemeinschaft lebt ein bisschen miteinander, ein bisschen nebeneinander her. Jeder nach seiner Façon und mit Wünschen, wie man noch Schöner wohnen könnte: Balkone wären schon toll und eine Einbauküche mit Ceranfeld.
Als die Immobilenfirma Activare das Haus als lohnendes Investmentobjekt in einem neuerdings boomenden Bezirk entdeckt und mit einem attraktiven Kaufangebot an den heimlichen Hausbesitzer und Mitbewohner Harald herantritt, gerät das Gleichgewicht im beschaulichen Sozialbiotop ins Wanken.

Zunächst freuen sich alle auf die Sanierung und auf ein schöneres Zuhause. Doch das Pärchen Anja und Markus mit Kinderwunsch und Beziehungsstress, der Unternehmensyuppie Cyrus, die alleinerziehende berufstätige Mutter Adile, Studentin und Edelnutte Charlotte und nicht zuletzt Harald, der heimliche Hausbesitzer, haben jeder unterschiedliche Vorstellungen vom schöneren Wohnen und vor allem davon, was es kosten darf. Dabei hatte Harald doch gut verhandelt für seine Mieter, aber der Teufel steckt, wie immer, im Detail. Veränderungen stehen an. Der eine freut sich, der andere fürchtet sich. Doch letztlich müssen sich alle bewegen ...

Mit liebevollem Auge für den Alltag einer typischen Berliner Mischung lenkt die Autorin Franziska Steiof den Blick auf die schwierigen und manchmal schmerzhaften Übergangsprozesse in gentrifizierten Stadtbezirken. Ihre beschwingte und zugleich nachdenkliche Komödie mit Musik erzählt mit Witz und Temperament von Wohnkultur und von der Lebendigkeit, die in der Vielfalt steckt.

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