22.09.2017

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UA: Volker Schmidts "Freiheit" am Blumenhof Wien
Vier typische Vertreter jener Gruppe urbaner, ökologisch und politisch...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...

Neu bei FBE: "Mimosa" von Esther Becker
Mimosa ist Pilotin und immer darauf bedacht, die Kontrolle zu behalten. Als...

DE: "In 80 Tagen um die Welt" am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Flensburg
Das elf Mal für den diesjährigen "Deutschen Musical Theater Preis" nominierte...

Gastspiel: "Bonjour Tristesse" am Renaissance Theater Berlin
Am 13.09. findet die Berlin Premiere von Bonjour Tristesse am...

Henry Masons Neuübersetzung von "Gypsy" an der Volksoper Wien
Am 10. September wird Henry Masons Neuübersetzung von Jule Stynes, Arthur...

Neu bei FBE: "Die Reißleine"
Abby wohnt im Altersheim und soll gegen ihren Willen eine neue Zimmergenossin...

DSE: "Dienstags bei Kaufland" am Theater Osnabrück
Im Rahmen des Festivals Spieltriebe 7 feiert Emmanuel Darleys Stück Dienstags...

DSE: "Valerie Solanas, Präsidentin von Amerika!" am Theater Osnabrück
Am 1. September eröffnet das Theater Osnabrück sein Festival Spieltriebe 7...

Neu bei FBE: "Fische" von Nele Stuhler
E und Fisch führen eine außergewöhnliche Beziehung. Sie sind davon überzeugt,...

Neu bei FBE: "Du Gülsüm, ich Häschen" von Ruth Johanna Benrath
Du Dummi! Du Stummi! Hänschen wird gehänselt. Das Sprechen fällt ihm schwer....

Wiederentdeckt: "Road" am Royal Court Theatre London
Das Royal Court Theatre in London hat Jim Cartwrights Stück Road (Straße ohne...


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Bild von Ulrike FreisingFreising, Ulrike

Ulrike Freising wurde 1979 in Friedrichshafen am Bodensee geboren. Von 1999-2000 besuchte sie die Jungendkunstschule in Meersburg und schloss daran ein Studium des Szenischen Schreibens an der Universität der Künste in Berlin an, das sie 2004 mit dem Theaterstück "Schneefall" erfolgreich beendete. Das Stück ist beim Verlag Drei Masken in München verlegt.

2002 nahm sie an den Werkstatttagen am Hamburger Schauspielhaus, an der Bonner Biennale sowie 2004 an der Werkstatt für junge Autoren der Neuen Gesellschaft für Literatur e. V. teil.

Nach einem Psychologiestudium an der Freien Universität Berlin arbeitet Ulrike Freising als Psychologin und freie Autorin in Berlin.

Ihr Theaterstück feuerlaufen wurde am 24. Mai 2007 am Badischen Staatstheater Karlsruhe uraufgeführt. Ihr Stück Straße zum Strand wurde 2009 mit dem Kleist-Förderpreis für Junge Dramatiker ausgezeichnet.


Auszeichnungen

2009: Kleist-Förderpreis für Junge Dramatiker für Straße zum Strand

2008: Kulturförderpreis Friedrichshafen für feuerlaufen

 

Straße zum Strand

3D, 2H
UA: 25.02.2010, Kleist-Forum Frankfurt (Oder)

Zwei Männer treffen sich am Strand. Zwei Frauen in einem Krankenhauszimmer. Die Männer hatten einen Unfall. Nachts im Wald. Patrick, der jüngere, hatte Alkohol im Blut. Alfred suchte das verlorengegangene Taschenmesser seines Enkels. Patrick hat Alfred angefahren. Und nun sitzen sie am Strand und unterhalten sich über ihr Leben, das kurz davor ist, vom Meer verschluckt zu werden.

Patrick erzählt von seiner Freundin Doreen und den Mühen des Zusammenlebens. Alfred hat mit seiner Ehe dreißig Jahre Vorsprung und entsprechend mehr Gelassenheit. Auch die Frauen, Doreen und Helene, beginnen, sich von ihrem Leben zu erzählen, als sie sich im Krankenzimmer ihrer komatösen Männer begegnen. Doreen wundert sich über die Blutwerte ihres Freundes, schließlich ist er doch trockener Alkoholiker, der, seit sie sich kennen, nur Nullprozentiges trinkt. Und es bleibt das Rätsel, wer die geheimnisvolle Frau ist, die beim Unfall im Auto saß und tödlich verunglückte.

Ulrike Freising lässt uns im Fortlauf des Stückes tiefer blicken, in die Geschichte und in die Figuren. In szenischen Rückgriffen sehen wir den Abend vor dem Unfall. Wir sehen die Autofahrt. Erfahren, dass die tote Frau die Tochter von Alfred und Helene ist, die nach einem Streit mit ihrem Mann als Anhalterin fuhr. Im metaphysischen Raum zwischen Leben und Tod haben Unfallopfer und -verursacher die Chance, sich menschlich zu nähern, Schuldfragen aufkommen zu lassen und zu verwerfen. Die durch den Unfall herbeigeführten Begegnungen der jungen und alten besseren Hälften, bieten dem Zuschauer einen spannenden und lebendigen Einblick in komplexe Charaktere. Und die im Rückblick eingewebten Gespräche der Paare zeigen mit Witz und Alltagsbeobachtungen einen komödiantischen Einschlag. Das Stück changiert zwischen Leichtem und Schwerem und spürt den durch den tragischen Unfall verknoteten Leben einfühlsam nach.


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