23.11.2472

Aktuelle Nachrichten

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
"Die Reise führt tief hinein ins Unterbewusste des alten Griesgrams, wo die...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Billinger, Richard

Der österreichische Schriftsteller Richard Billinger, geboren am 20.7.1890 in St. Marienkirchen (Oberösterreich), schrieb Gedichte und Dramen, die sich durch Züge des Volkstheaters auszeichnen. Er lebte in München und Berlin und wurde vor allem durch seine bildreiche Prosa und seine Bauerngedichte bekannt. Als Bauernsohn und Jesuitenzögling stellte er seine enge Vertrautheit mit den Geheimnissen alter Sitten und Gebräuche unter Beweis. Die Darstellung der im Wandel befindlichen bäuerlichen Welt seiner Heimat kennzeichnet seine Werke, in denen er eine mystisch-dämonische Weltsicht mit christlichem Gedankengut konfrontiert. Das zeigt sich schon in seinem Frühwerk Rosse (1931) und mehr noch in seinem ersten großen Erfolg Rauhnacht (1931, Uraufführung an den Münchner Kammerspielen am 10. Oktober 1931 unter der Regie von Otto Falckenberg). Im November 1932 wurde ihm, zusammen mit Else Lasker-Schüler, der Kleistpreis verliehen. Zu Billingers weiteren Werke zählen u.a. Stille Gäste (1933), Die Hexe von Passau (1935) sowie Der Plumpsack (1953).

Richard Billinger starb am 7. Juni 1965 in Linz (Oberösterreich).

 

Stille Gäste

Komödie
10D, 11H

Josefine Klösterli, genannt "Puppi", hat mit ihrem Verlobten, Baron Nepomuk von Weinstabl, genannt "Mucki", eine Autopanne und beschließt, ein kleines Schlösschen zu mieten, das von noch unerlösten Geistern, den "Stillen Gästen", bewohnt ist; nur durch die wahre Liebe eines Paares kann der Zauberbann gebrochen, können die "Stillen Gäste" vom Fluch des nächtlichen Fortlebens und -spukens erlöst werden.

Puppi und Mucki schaffen es jedoch nicht, zumal Puppi den Aufenthalt eigentlich nur deswegen wählte, weil sie sich von Lorenz Pucher angezogen fühlte. Lorenz ist Geselle bei der Metzgermeisterin Fanny Bachstelzer, Besitzerin des Schlösschens, die wie Puppi ein Auge auf ihn geworfen, mittlerweile jedoch einen Korb erhalten hat. Dagegen nimmt Lorenz die Einladung Puppis in das Schlösschen an und überwirft sich dadurch mit Hedwig, Tochter von Fanny Bachstelzer, die heftig in ihn verliebt ist.

Bevor es zwischen der koketten und raffinierten Puppi und dem bieder-groben Fleischergesellen zu einer "Fusion" kommt, betritt Hedwig angstgetrieben das Schlösschen, und Puppi flieht. Die beiden Liebesleute Hedwig und Lorenz geloben sich Treue, und während sie in den Schlaf sinken, erscheinen die Geister des Schlosses und spielen zum letzten Mal die Szene vom Mord aus Eifersucht und dem Selbstmord aus Verzweiflung. Puppi und Mucki reisen am nächsten Morgen ab.