19.09.2017

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Mimosa ist Pilotin und immer darauf bedacht, die Kontrolle zu behalten. Als...

DE: "In 80 Tagen um die Welt" am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Flensburg
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Gastspiel: "Bonjour Tristesse" am Renaissance Theater Berlin
Am 13.09. findet die Berlin Premiere von Bonjour Tristesse am...

Henry Masons Neuübersetzung von "Gypsy" an der Volksoper Wien
Am 10. September wird Henry Masons Neuübersetzung von Jule Stynes, Arthur...

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DSE: "Valerie Solanas, Präsidentin von Amerika!" am Theater Osnabrück
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E und Fisch führen eine außergewöhnliche Beziehung. Sie sind davon überzeugt,...

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Du Dummi! Du Stummi! Hänschen wird gehänselt. Das Sprechen fällt ihm schwer....

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UA: Volker Schmidts "Freiheit" am Blumenhof Wien
Vier typische Vertreter jener Gruppe urbaner, ökologisch und politisch...


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Bild von Conor McPhersonMcPherson, Conor

Der irische Autor und Regisseur Conor McPherson wurde 1971 in Dublin geboren und studierte dort Philosophie am University College. Bereits während des Studiums begann er, Theaterstücke zu schreiben und Regie zu führen. Er ist Mitbegründer der Theatergruppe "The Fly by Night Theatre Co.", die vor allem neue Stücke in Dublins avantgardistischen Randgebieten herausbringt.

Sein erstes Stück Rum und Wodka inszenierte er 1992 am University College Dublin. 1996 übernahm das Londoner Bush Theatre das Stück Salzwasser mit großem Erfolg in sein Repertoire und stellte McPherson im selben Jahr als "Writer in Residence" ein. Das Stück Das Wehr brachte ihm 1997 den Durchbruch am Royal Court Theatre in London, bevor es sehr erfolgreich am Broadway lief und ihn auch hierzulande mit der umjubelten Erstaufführung am Staatstheater Stuttgart im Mai 1998 bekannt machte. Mit Dublin Carol feierte das Royal Court seine Wiedereröffnung Anfang 2000. Seine Verbundenheit mit der Bühne wurde 2004 wiederholt unterstrichen, als hier sein Werk Shining City in einer Co-Produktion mit dem Gate Theatre Dublin unter McPhersons Regie uraufgeführt wurde.

Mit Der Seefahrer setzte McPherson weitere Akzente, zunächst 2006 am Londoner National Theatre und im Dezember 2007 am New Yorker Broadway, wo sein Stück als "Das beste neue Stück des Jahres" (Wall Street Journal) und "eine irische Version des 'Faust'" (Hollywood Reporter) gefeiert wurde.

Neben seiner Tätigkeit für das Theater arbeitet McPherson auch als Regisseur und Autor für Film und Fernsehen. Er schrieb das Drehbuch zu "I Went Down", für das er den IFTA Award für das beste Drehbuch in San Sebastian gewann. Für die Verfilmung seines Stücks Salzwasser wurde er bei den Berliner Festspielen 2000 mit dem CICAE Award für den besten Film ausgezeichnet. Im Rahmen des "Beckett On Film"-Projektes führte McPherson Regie für "Endgame". Zuletzt schrieb und inszenierte er den Film "The Actors" mit Michael Caine in der Hauptrolle.


Auszeichnungen

1995: Preisträger des Stewart Parker Trust Award für Der gute Dieb
1996: Auszeichnung mit dem Thames TV-Award und dem Guinness/National Theatre Ingenuity Award für Salzwasser
1999: Auszeichnung mit dem Olivier Award für Best Play für Das Wehr
2006: Nominierung für den Tony Award für Shining City
2008: Nominierungen für den Tony Arward für Der Seefahrer (Best Play, Best Director)

 

St. Nicholas

(St. Nicholas)
Deutsch von Alexander Waechter
1H
UA: 19.02.1997, The Bush Theatre London
DSE: 25.11.1999, Bühnen der Stadt Köln Köln

Ein Mann steht vor dem Publikum und beginnt zu erzählen, von sich, von seiner traurigen Existenz als gefeierter Theaterkritiker. Allein, ohne Freunde und Vertraute, läuft sein Leben mechanisch ab, angetrieben nur von der sadistischen Lust, Künstlerexistenzen mit der Feder zu zerstören - eine manische Betätigung, die am Ende doch nicht befriedigt.

Doch hat sich sein Leben geändert, und von dieser Erfahrung erzählt er. Denn er hat eine Gruppe von Vampiren kennengelernt, freundliche Wesen, die ihn dazu benutzen, jede Nacht an Frischfleisch heranzukommen. Eine beeindruckende Erfahrung für den blutsaugenden Kritiker, der einige Zeit und viele Abenteuer braucht, um zu erkennen, dass sein Sieg über die Vampire darin besteht, ins normale Leben zurückkehren zu können, was diese scheinbar allmächtigen Wesen nicht können.