Aktuelle Nachrichten

"Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder am Vorarlberger Landestheater
Am 24. Mai hat Der Flüchtling von Fritz Hochwälder am Vorarlberger...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Hörspiel des Monats: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat GEH DICHT DICHTIG! von...

Premiere: "Geliebter Jacques ... (Offenbachiade)" am Fritz Rémond Theater
Pünktlich zum 200. Geburtstag des Komponisten Jacques Offenbach ist am 9. Mai...

Neu: "Drachenläufer" von Matthew Spangler nach Khaled Hosseini
Kabul Mitte der 70er Jahre. Amir und Hassan wachsen auf wie Brüder. Bis zu...

DSE: "Ich verschwinde" von Arne Lygre am Theater Konstanz
Am 4. Mai ist die deutschsprachige Erstaufführung von Arne Lygres Stück Ich...

Neu: "Adieu Monsieur Haffmann" von Jean-Philippe Daguerre
Ein dichtes Kammerspiel um Anstand, Vertrauen und Verrat im Paris des Jahres...

"Hedwig and the Angry Inch" von Stephen Trask und John Cameron Mitchell am Badischen Staatstheater
Am 12. Mai findet die Premiere von Stephen Trasks und John Cameron Mitchells...

Rückblick: "Die Verlobung in St. Domingo - Ein Widerspruch" von Necati Öziri am Schauspielhaus Zürich
Am 4. April war die Uraufführung von Necati Öziris Kleist-Überschreibung Die...

Neu bei Desch: "Das Bärtchen" von Sacha Judaszko und Fabrice Donnio
Dem schüchternen und unauffälligen Sylvain passiert ein unglaubliches...

Rückblick: "Der Hase mit den Bernsteinaugen" (Zaufke / Mason / de Waal) am Landestheater Linz
Am 6. April wurde das Musical Der Hase mit den Bernsteinaugen nach dem Roman...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Curt GoetzGoetz, Curt

1888 in Mainz geboren, zählt Curt Goetz zu den wichtigsten Vertretern der gehobenen deutschen Boulevardkomödie und des brillant geschriebenen Konversationsstücks. Bei der pointierten Ausarbeitung der Dialoge dürften dem Autor seine Erfahrungen als Schauspieler sicherlich ebenso geholfen haben wie bei der Dramaturgie seiner well-made-plays.

Standen am Anfang seiner schriftstellerischen Karriere Einakter im Mittelpunkt, etablierte er sich ab 1921 auch als Autor abendfüllender Stücke, wobei er sich viele Hauptrollen quasi "auf den Leib" schrieb z. B. Hokuspokus (1927) oder Dr. Med. Hiob Praetorius (1932).

In den 30er Jahren schrieb er vermehrt Drehbücher und produzierte Filme. 1939 emigrierte er gemeinsam mit seiner Frau Valerie von Martens in die Vereinigten Staaten. Ab 1945 lebte er in der Schweiz, wo er am 12. September 1960 starb.

Im Auftrag von Felix Bloch Erben bearbeitete Curt Goetz den bekannten Schwank Der Raub der Sabinerinnen. Diese Fassung zählt noch heute zu den beliebtesten Bearbeitungen dieses Werkes.

Curt-Goetz-Gesellschaft e. V. (externer Link)

 

Die Rache

1D, 2H

Rechtsanwalt von Alten bekommt Besuch von der Mandantengattin Frau Krause, einem wahren Original, deren Mann er kürzlich mal wieder rausgeboxt hat. Sie warnt ihn, dass ein Zellengenosse ihres "Ollen" dem Anwalt nach den Leben trachtet – wohl, weil er ihn in seiner Zeit als Staatsanwalt hinter Gitter brachte.

Tatsächlich taucht der Ex-Sträfling kurze Zeit später mit geladener Waffe auf, wild entschlossen, dem Advokaten den Garaus zu machen. Es handelt sich um seinen ehemaligen Referendar, gleichzeitig Liebhaber seiner Gattin, der einen Meineid leistete, um die Ehre der Geliebten zu schützen. Diese nahm sich kurz darauf das Leben, ihren Tod will er nun rächen. Es entspinnt sich ein psychologisches Kammerspiel, an dessen Ende der verhinderte Mörder wie ein begossener Pudel davonschleicht und der Anwalt auf merkwürdige Weise das Andenken seiner untreuen Gattin reingewaschen hat.

Die Rache, die sich zu Beginn den Anstrich einer leichten Komödie gibt, entwickelt sich zum kriminalistischen Rededuell und endet mit einer melancholischen Liebeserklärung. Wie keinem Zweiten gelingt es dem späten Curt Goetz, binnen kürzester Zeit zwischen den Genres zu changieren und mit höchster Spannung einer einfachen Geschichte rührende wie verblüffende Wendungen abzugewinnen. So entschlackt, so schlank geschildert, als sei dies die einfachste Sache der Welt.


Dieses Stück ist Teil von:

Miniaturen
Drei Einakter
3D, 5H