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KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bild von James Matthew BarrieBarrie, James Matthew

James Matthew Barrie wurde am 6. Mai 1860 in der schottischen Kleinstadt Kirriemuir als eines von zehn Kindern einer Handweberfamilie geboren. Prägend war für ihn vor allem der starke Einfluss seiner Mutter, von der er die keltische Phantasie und die religiöse Überzeugung übernahm.
Bis 1883 besuchte er die Universität von Edinburgh, arbeitete als Journalist in Nottingham und London, wo er bis zu seinem Tode 1937 lebte. Dort begann Barrie seine Theaterkarriere.
Mitte der Neunziger tat er mit "Walker, London" den ersten Schritt Richtung Bühne, bereits 1903 wurden gleich drei seiner Dramen in London aufgeführt – "Quality Street", Zurück zur Natur (The Admirable Crichton), "Little Mary". Im darauffolgenden Jahr schrieb er das wohl populärste seiner Werke, Peter Pan oder Das Märchen vom Jungen, der nicht groß werden wollte.
Nach einer 14-jährigen Pause des Schweigens schrieb Barrie noch zwei Stücke biblischen Inhalts, die sich vollkommen von den früheren unterschieden.
Barrie, der geborene Geschichtenerzähler, appelliert in seinen Stücken vor allen Dingen an das Gefühl, er kannte die Schwächen der Gesellschaft, wollte aber nicht sie, sondern den Einzelmenschen reformieren.
Die äußeren Umstände waren ihm wohlgesonnen – 1913 wurde er zum Baron erhoben, 1922 erhielt er den Order of Merit, war eng befreundet mit George Bernhard Shaw, George Meredith, Thomas Hardy, W. E. Henley, erhielt Würdentitel diverser Universitäten – er war ein wohlhabender Mann, geliebt und geehrt von seinem ganzen Volke.
Der Schlüssel zu seinem Wesen als Mensch und Schriftsteller jedoch liegt vielleicht in seinen eigenen Worten: "Alles, was geschieht, nachdem wir zwölf Jahre alt sind, hat nicht mehr viel zu bedeuten." Eine unerschöpfliche Phantasie, warmherziger Humor und brillanter Witz, eine Satire, die niemals bitter schmeckt, eine Spur echten Sentiments und meisterliche Theaterfertigkeit, das sind die wesentlichen Ingredienzen des dramatischen Werkes James Matthew Barries, das die englische Komödie der Jahrhundertwende neu belebte. Fast ein halbes Jahrhundert beherrschte er das englische Theater, übertroffen nur von seinem großen Landsmann G. B. Shaw.

 

Rosalinde

(Rosalind)
Schauspiel in einem Akt
Deutsch von Elizabeth Gilbert
2D, 1H

In einem Cottage in der Nähe von London hat es sich eine sehr unspektakulär wirkende Dame mittleren Alters ganz unglamourös gemütlich gemacht. Im etwas nachlässigen Morgenrock und wenig attraktiven Filzpantoffeln schlurft Mrs. Page durch das Häuschen ihrer Gastwirtin Mrs. Quickly und genießt sichtlich das schlichte Landleben und die Gesellschaft der einfachen Leute.

Als Mrs. Page gerade ein Nickerchen hält, bittet ein junger Mann aus London Mrs. Quickly um Asyl: Er hat eine Wanderung gemacht und möchte nun nicht völlig durchnässt am Bahnhof auf seinen Zug warten. Schnell kommt der charmante Charles mit Mrs. Quickly ins Gespräch. Und welch lustiger Zufall: Charles ist ein Bekannter von Mrs. Pages Tochter Beatrice, die auf einem Foto als Rosalinde aus Shakespeares „Wie es euch gefällt“ zu sehen ist. Als Mrs. Page aufwacht, erzählt ihr Charles sofort begeistert davon und auch von seiner mehr oder weniger heimlichen aber dadurch nicht weniger großen Liebe zu Beatrice. Mrs. Page reagiert etwas schroff, bis sie Charles Unglaubliches enthüllt: Auf dem Foto ist nicht etwa ihre Tochter zu sehen, sondern sie selbst – die schluffige und ältlich wirkende Mrs. Page ist die schöne, junge Schauspielerin auf dem Foto, die Charles erst vor kurzem in London zum Bahnhof gebracht hat ...

Rosalinde ist ein amüsantes Stück über echtes und gelebtes Alter, über den Zwang der Jugend und der Schönheit und die Freude daran, sich nicht nur jünger, sondern auch älter zu machen. So schummelt sich die Protagonistin in ihrer Rolle als Schauspielerin Beatrice ein paar Jahre weniger auf den Leib und ins Gesicht und schlüpft als Mrs. Page, um sich zu entspannen, in einen bequemen Alterskokon, der ihr noch ein paar Jahre dazu gibt, denn man ist nicht nur so alt wie man sich fühlt, sondern auch so alt wie man sich macht ...