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Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

UA: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Im Rahmen der Domstufen-Festspiele in Erfurt ist am 9.8. die Premiere des...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

UA: "Der himmelblaue Herr" am Kasemattentheater Luxemburg
Am 6.7. ist die Uraufführung von Fanny Sorgos Stück Der himmelblaue Herr am...

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

Neu: "Pig Boy 1986-2358" von Gwendoline Soublin
Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...


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Feuchtwanger, Lion

Feuchtwanger wurde am 7. Juli 1884 in München geboren. Er studierte Philologie und Philosophie. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde der pazifistisch-sozialkritische Schriftsteller aus Deutschland ausgebürgert; seine Werke fielen der Bücherverbrennung zum Opfer. Feuchtwanger flüchtete nach Frankreich, wo er bis zu seiner Inhaftierung 1940 lebte. Noch im gleichen Jahr gelang ihm die Flucht über Spanien und Portugal in die USA. Zusammen mit Bertolt Brecht und Willi Bredel gab Feuchtwanger hier die Emigrantenzeitschrift "Das Wort" heraus. In seinem ersten historischen Roman, Die häßliche Herzogin (1923, später unter dem Titel "Margarete Maultasch" veröffentlicht), beschrieb er das Leben in Tirol im 14. Jahrhundert. Ihm folgten Jud Süß (1925), ein Roman, der im 18. Jahrhundert angesiedelt ist, und die Josephus-Trilogie, bestehend aus den Romanen Der jüdische Krieg (1932), Die Söhne (1934) und Der Tag wird kommen (1945).

In seinem dokumentarischen Roman Erfolg (1930) stellte Feuchtwanger die Ereignisse in München ab der Revolution von 1919 bis 1930 dar. Der Roman stellt den ersten Teil seiner "Wartesaal-Trilogie" dar, in der sich der Autor mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzte. Zu Feuchtwangers bedeutenden Werken, die er nach seiner Flucht aus Deutschland im amerikanischen Exil schrieb, gehören Die Geschwister Oppermann (1933) und Exil (1940), der zweite und dritte Teil der "Wartesaal-Trilogie" sowie die Romane "Waffen für Amerika" (1947, auch unter dem Titel Die Füchse im Weinberg erschienen) und Die Jüdin von Toledo (1954, 1955 auch unter dem Titel "Spanische Ballade" erschienen).

Feuchtwanger starb am 21. Dezember 1958 in Los Angeles.

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Lion Feuchtwanger
Autorenbroschüre
Leben und Werk

 

Die Petroleuminseln

Ein Stück in drei Akten
2D, 10H, Nebendarsteller
UA: 31.10.1927, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Miss Deborah Gray, genannt "Die Äffin", ist Präsidentin der großen Petroleumgesellschaft auf den braunen Inseln, irgendwo im Stillen Ozean. Sie ist abschreckend hässlich, versucht aber durch Härte, Intelligenz und Machtwillen zu ersetzen, was ihr die Natur versagt hat. Dennoch kann sie den Einfluss einer schönen Nebenbuhlerin, Miß Peruchacha, auf die Männer und die öffentliche Meinung nicht beseitigen. Der einzige der Äffin ebenbürtige Mann, der sowjetische Agent Ingram, verrät das Verhältnis, das sie zu ihm hat und wendet sich der Feindin zu. Diese rohe Indiskretion verträgt die Äffin nicht, sie löst sich völlig von ihrem Liebhaber und schafft die verhasste Rivalin durch Mord aus der Welt. Danach sitzt sie als Siegerin - trotz ihrer gekauften Scheinehe mit einem vornehmen englischen Viscount - vereinsamt und beziehungslos auf ihrer Insel und lebt nur noch für den Genuss des Geldes und der Macht.

Bereits mit seinem Roman "Die hässliche Herzogin" widmete sich Lion Feuchtwanger dem Kampf der Hässlichen gegen die Schöne, hatte jedoch das Gefühl, das Thema nicht deutlich genug zur Anschauung gebracht zu haben. In diesem Kampf steckt "für Feuchtwanger, auch wenn er es nicht ausdrücklich formuliert, ein Gleichnis für komplizierte geistige und gesellschaftliche Probleme: es geht ihm um die Auseinandersetzung mit dem Ästhetizismus." (Hans Kaufmann) Da dies im Roman nur ein Thema neben anderen ist, versucht Feuchtwanger, es in dem Stück Die Petroleuminsel in den Vordergrund zu stellen, d.h. von den historischen Bedingungen des Romans zu lösen.

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