15.12.2018

Aktuelle Nachrichten

Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
1327: Mysteriöse Todesfälle bringen eine Benediktinerabtei in Ligurien in...

Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Éric-Emmanuel SchmittSchmitt, Éric-Emmanuel

Éric-Emmanuel Schmitt ist heute einer der weltweit meistgelesenen und meistgespielten französischsprachigen Autoren. 1960 geboren, wird der an der Pariser Elitehochschule École Normale Supérieure ausgebildete Lehrbeauftragte und Doktor der Philosophie zunächst als Theaterautor mit seinem Stück Der Besucher bekannt. Das Stück wird zu einem Klassiker im Repertoire von Theatern auf der ganzen Welt. Rasch schließen sich weitere erfolgreiche Stücke an. Gleichermaßen von Publikum und Kritik gefeiert, wird Schmitt für seine Arbeiten mit mehreren „Molière“ und dem „Grand Prix du Théâtre“ der Académie française ausgezeichnet. Seine Bücher liegen heute in dreiundvierzig Sprachen übersetzt vor, seine Stücke werden in über fünfzig Ländern regelmäßig aufgeführt. Auch für das Kino und als Opernübersetzer ist Schmitt erfolgreich. Éric-Emmanuel Schmitt lebt in Brüssel.

 

Das Pilatus-Evangelium

(L'Evangile selon Pilate)
Deutsch von Annette und Paul Bäcker
2H

"Das Pilatus-Evangelium" spielt drei Tage später als Schmitts Monolog "Die Nacht der Ölbäume" und zeigt Pilatus und seinen Schreiber Sextus. Der "Fall Jesus" ist für Pilatus abgeschlossen, eine Akte unter vielen anderen. Er hat seine Hände in Unschuld gewaschen. Doch jetzt ist der Leichnam Jesu verschwunden und als rational und praktisch denkender Politiker wittert er sogleich Gefahr: denn wenn es durch diese "Wiederauferstehung" gelingt, eine Legende um Jesus zu errichten, dann kann Palästina in Flammen aufgehen. Dies muß er als römischer Statthalter mit allen Mitteln verhindern, und so sucht er mit seinen Soldaten und Spionen fieberhaft nach dem Leichnam, um diesen Gerüchten ein Ende zu setzen. Er wird ihn nie finden. Noch beunruhigender: einige behaupten, Jesus lebend gesehen zu haben! Die kriminalistische Untersuchung von Pilatus verändert sich, sie wird zu einem Kampf des Verstandes gegen das Übernatürliche. Wie ein Privatdetektiv untersucht Pilatus alle Spuren: die Gerüchte, die politischen Manipulationen und Intrigen, die Existenz eines Doppelgängers, der sich für Jesus ausgibt, die Möglichkeit, daß Jesus am Kreuz gar nicht gestorben ist.
Je mehr seine Untersuchungen fortschreiten, desto dichter wird das Mysterium. Die Ratio steht schließlich nackt und zitternd vor dem Unbegreifbaren. Vor jeder neuen Frage erarbeitet er eine neue Hypothese und überprüft, ob sie stimmt, ob sie ausreichende Erklärungen liefert, er testet sie bis zum Ende. Wenn sie versagt, stellt er eine andere auf und so weiter, bis zu dem Punkt, an dem sein Verstand, kraft- und atemlos, erkennen muß, daß etwas im "Fall Jesus" seine geistigen Fähigkeiten übersteigt.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch