21.11.2017

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"Die Orestie" am Thalia Theater in Hamburg
Am 21. Oktober feierte Aischylos' Werk Die Orestie in der Bearbeitung von...

UA: "Eine Weihnachtsgeschichte" von Philipp Löhle nach Charles Dickens
Die Geschichte ist bekannt: Der hartherzige Geldverleiher Ebenezer Scrooge...

Neu bei FBE: "Blütenzeit (Blossom Time)" von Dorothy Donnelly und Sigmund Romberg
Blütenzeit ist die amerikanische Version des Wiener Singspiels "Das...

"Alice" am Metrolpoltheater München
Herzlichen Glückwunsch zum Nichtgeburtstag und toi, toi, toi dem Münchener...

UA: "Nachts" von Franziska Henschel am Theater Oberhausen
Was passiert eigentlich mit der Welt, wenn ich die Augen zumache? Wie kommen...

"Wartesaal" von Lion Feuchtwanger an den Münchner Kammerspielen
In Lion Feuchtwangers berühmter Wartesaal-Trilogie bestehend aus den Romanen...

DER FAUST für Hannah Biedermann
Am Freitag ist Hannah Biedermann der Deutsche Theaterpreis DER FAUST...

Brüder-Grimm-Preis 2017 für "NASSER #7Leben"
Der mit 10.000 Euro dotierte Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin geht in...

Neu bei FBE: "Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen" von Marcus Peter Tesch
Körper hängen wie geschlachtete Tiere von der Bühnendecke. Es sind die...

NEU bei Desch: "Jugendliebe" von Ivan Calbérac
Antoine Chopin hat alles – eine wunderschöne Freundin, beruflichen Erfolg und...


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Bild von Nina EnderEnder, Nina
Foto: Martina Strilic 

Nina Ender, 1980 in Erlangen geboren, absolvierte das Grundstudium in Journalistik und Germanistik an der Universität Hamburg, bevor sie von 2004 bis 2008 Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin studierte. Sie erhielt Einladungen zum Dramatikerworkshop des Berliner Theatertreffens 2005, an die Münchner Kammerspiele, zu den Werkstatttagen am Wiener Burgtheater und zum Forum Junger Autoren Europas der Theaterbiennale Wiesbaden / Neue Stücke aus Europa 2006.
Mit "DIE WISSENDEN" gewann sie 2008 den Stückepreis der Schaubühne Berlin. Es folgten eine Einladung zum Autorenwochenende am Staatstheater Stuttgart, ein Stipendium der Contemporary Arts Alliance Berlin sowie der Förderpreis für Literatur der Stadt Ulm.

Seit 2011 erarbeitet Nina Ender mit Stefan Kolosko, langjähriger Weggefährte und Schauspieler von Christoph Schlingensief, als ENDER/KOLOSKO Inszenierungen und Projekte. Gemeinsam inszenierten sie u. a. auf Kampnagel "HAMLETANSTALT" und "PARZIVALPARK". In der Spielzeit 2014/15 werden ENDER/KOLOSKO als ersten Teil ihrer LEBEN.TRILOGIE auf Kampnagel "FAUSTFESTUNG - Eine Spiel- und Bildungsreise" auf die Bühne bringen.

2012 erhielt Nina Ender das Projektstipendium des Jugendtheaterpreises Baden-Württemberg für PIDKID.DE. Das Stück wurde im Oktober 2013 am Theater Ulm uraufgeführt.



Auszeichnungen/Preise (Auswahl)

2012 Projektstipendium des Jugendtheaterpreises Baden-Württemberg für PIDKID.DE
2010 Stipendium Literatur der Kunststiftung Baden-Württemberg
2009 Förderpreis für Literatur der Stadt Ulm
2008 Stückepreis der Schaubühne Berlin für "DIE WISSENDEN"


Weitere Informationen zu Nina Ender

 

Neues Land

5D
frei zur UA

Rachel, ihre beiden Töchter Cocco und Klein Lilli, und ihre alte Mutter Martha leben gemeinsam in einem Haus. Die von Verlust- und Versagensängsten getriebene Rachel versucht, sich in diesem Haus ein komplett kontrollierbares Reich einzurichten. Alles Draußen wird verboten und verleumdet. Die gesuchte Sicherheit bleibt ihr dennoch verwehrt. Ihre Mutter weigert sich, das Haus zu überschreiben. Weder ihr, noch der erfolgsverwöhnten älteren Schwester Rita Reck, die trotzdem öfter vorbeischaut, um ihr Recht einzufordern.
Das Zusammenleben der fünf Frauen reduziert sich mehr und mehr aufs Kriegen. Gesagtes kann nichts mehr mitteilen. Im Trott ritualisierter Verhaltensweisen bleiben sie verfangen in alten Vorwürfen und gefangen unter der Verkrustung kaputter Strukturen. Dieser Vorhölle entkommt am Ende nur das zurückgebliebene Kind Klein Lilli, das den unbelasteten Blick wagt und einen Sprung aus dem Fenster. Freiheit als Vision. Und ein Baby wird geboren.

Gemeinsam mit Nina Ender blicken wir in einen besonders tiefen und gefährlichen Abgrund: Die Familie. Ender beschreibt in ihrem Stück diesen Abgrund mit drastischen Worten und packt die Familienhölle bei der Wurzel.

"Sie wirken wie Müllsäcke, die sie säuberlich aus dem Fenster werfen. Niemand erwartet sie mehr, sie sitzen zusammen und verhandeln den Rest Leben, der ihnen noch bliebt, gepaart mit den Resten der Erinnerung, die ihre Gegenwart bestimmen: Fünf Frauen in einer hermetischen Situation, die die Autorin mit ihrer minimalistischen Sprache an den Rand des Wahnsinns treibt." (Münchner Kammerspiele)

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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