24.02.9434

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"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...

Oliver Schmaering für Mülheimer Kinderstückepreis nominiert
In dir schläft ein Tier von Oliver Schmaering ist für den Kinderstückepreis...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...


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Bild von Christian LollikeLollike, Christian
Foto: Anders Heinrichsen 

Christian Lollike, Jahrgang 1973, arbeitete als Regieassistent von Miguel Rubio am Yayachakani Theater in Lima, Peru, und ist Gründungsmitglied von "The Sheriff", einer Gruppe, die dem vorhersehbaren Theater den Kampf angesagt hat. 2001 schloss er sein Studium des Szenischen Schreibens am Theater Aarhus ab. Lollike schreibt Hörspiele, Drehbücher und mehrere Theaterstücke, die er zum Teil selbst inszeniert.

Sein erstes abendfüllendes Theaterstück Verzeihung, ihr Alten, wo finde ich Zeit, Liebe und ansteckenden Irrsinn? wurde 2003 am Stadttheater Boras, Schweden, uraufgeführt. 2004 folgte die Uraufführung seines Stückes Sexy Sally (Dom over skrig) am Katapult-Theater in Aarhus (Dänemark).

In Deutschland wurden mehrere seiner Stücke uraufgeführt, u.a. 2005 "Dogville" nach Lars von Trier am Staatstheater Stuttgart, Nathan (ohne Titel) am Schauspiel Leipzig und 2008 Cosmic Fear oder Der Tag, an dem Brad Pitt Paranoia bekam am Maxim Gorki Theater, Berlin.

Von 2005 bis 2010 arbeitete Lollike als Hausautor und Regisseur am Theater Aarhus. Seit 2010 ist er Künstlerischer Leiter des CaféTeatret in Kopenhagen, das sich jüngst in Sort / Hvid umbenannte.

Christian Lollike wurde mehrfach ausgezeichnet: 2005 erhielt er den Preis der dänischen Theaterzeitschrift Teater1. Die dänische Hörspielproduktion seines Stücks Das Wunderwerk oder The RE-Mohammed-TY Show bekam 2006 den Prix Europa als bestes Hörspiel(Denmarks Radio; Regie: Daniel Wedel). Im Mai 2013 wurden Christian Lollike und CaféTeatret gleich in drei Kategorien bei der dänischen Reumert-Verleihung ausgezeichnet: Dramatiker des Jahres für Der fremde Blick oder Der Schacht, „Cookies Factory“ und „Manifesto 2083“. Der fremde Blick oder Der Schacht wurde zudem als bestes Theaterstück prämiert. „Manifesto 2083“, das sich mit dem Massenmörder Anders Breivik auseinandersetzt, erhielt den Spezialpreis der Jury. Es wurde außerdem zum Festival „Neue Stücke aus Europa“ eingeladen.


Weitere Informationen zu Christian Lollike

 

Nathan (ohne Titel)

(Nathan (uden Titel))
Acht Variationen über G. E. Lessings „Nathan der Weise“
Deutsch von Gabriele Haefs
4-16 Darsteller
UA: 02.02.2007, Aarhus Teater Aarhus
DSE: 23.09.2007, Schauspiel Leipzig

Können Christen, Juden und Muslime sich im gemeinsamen Menschlichen versöhnen?

Diese Frage hat bereits 1779 Gotthold Ephraim Lessing beschäftigt, der in seinem Aufklärungsdrama "Nathan der Weise" eine Antwort zu geben versuchte. In dem Stück, das als Vision einer religiösen Versöhnung bezeichnet werden kann, kehrt Nathan aus Babylon zurück und versucht unermüdlich, Christen, Juden und Muslime zu lehren, sich nicht von religiösen und kulturellen Unterschieden leiten zu lassen. Es gelingt ihm, Vertreter aller Religionen zusammenzubringen und die Hoffnung auf Verbrüderung, religiöse Toleranz und vorurteilslose Liebe an die Nachwelt weiterzureichen.
Aber wie gehen wir heute mit diesem Ideal um?

Mit Nathan (Ohne Titel) denkt Christian Lollike Lessings Drama weiter, um von Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Toleranz gegenüber allem Fremden erzählen zu können. Aus der Perspektive unserer heutigen Gesellschaft wird Nathan in acht Variationen verschiedenen Prüfsteinen ausgesetzt und in seinem humanistischen Ideal herausgefordert. Wagen wir es, an Nathans Gebot der gegenseitigen Toleranz zu glauben? Haben wir eine andere Möglichkeit? Der Text zeigt auf brisante und eindringliche Weise den niemals ruhenden Zweifel und die Fragen, den Tod und das Leid, die unser Dasein ausmachen.


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