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"Sprachschön und brutal" Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
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Am 8. November ist die Uraufführung von Ivan Calbéracs Stück Jugendliebe am...

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Premiere: "Nackt über Berlin" am Schauspiel Hannover
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UA: "Nach Mitternacht" von Irmgard Keun am Theater Hof
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Neu: "Sag es keinem" von Sofia Fredén
Sam und Simone sind genervt. Seit der Scheidung benehmen sich ihre Eltern wie...

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Bild von Christian FrascellaFrascella, Christian

Christian Frascella, 1973 geboren, lebt und arbeitet in Turin. Er hatte verschiedene Jobs, u. a. als Militäringenieur, Fabrikarbeiter und Telefonist. Sein Debütroman Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe war für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2013 nominiert.
Der Stoff kommt in der Spielzeit 2013/2014 am Hans Otto Theater in Potsdam zur Uraufführung.

 

Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe

(Mia sorella è una foca monaca)
Roman von Christian Frascella
Deutsch von Annette Kopetzki


Die Männer fürchteten mich.
Denn die Frauen waren scharf auf mich.
Warum würden sie sich sonst soviel Mühe geben, mich lächerlich zu machen?
Arme Schweine, mehr nicht. Arme undeutliche Gestalten auf einem verblichenen Gelände.

Der jugendliche Erzähler ist ein notorischer Außenseiter, ein talentierter Verlierer. Dass in seinem Leben nichts rund läuft, die Mutter mit einem jüngeren Tankwart durchgebrannt ist, der Vater - genannt "Chef" - gern einen über den Durst trinkt und er auch auf dem Schulhof Konflikte mit den Fäusten austrägt, all das scheint dem Helden dieser Coming-of-Age-Geschichte gerade recht zu sein. Seine irritierende Arroganz ist Programm und Überlebensmethode zugleich. Niemand, inklusive er selbst, darf hinter die Fassade blicken.

Die schöne Chiara, die so souverän hinter der Theke des kleinen Supermarktes Hof hält und vom ihm "Feinkosterin" genannt wird, fasziniert ihn, doch die starre Maske seines Machotums lässt lange keine Annäherung zu. Dass Chiara ihn auslacht, als er sie nach langem Anlauf endlich fragt, ob sie mit ihm ausgehen möchte, zieht weitere Verzögerungen nach sich.

Voller Entschlossenheit rennt der junge Held immer wieder los, trifft falsche Entscheidungen, geht von der Schule ab, findet einen fiesen Knochenjob in der Metallverarbeitung und kommt erst zur Besinnung, als "Chef" eines Tages überraschend zusammenbricht.

Komisch, poetisch, aggressiv realistisch. Der italienische Autor Christian Frascella legte mit diesem Roman ein starkes Debüt vor. Witzige Dialoge und frappierende Ausschläge zwischen Narzissmus und Sehnsucht nach Gemeinschaft nehmen den Leser mit und lassen ihn teilhaben an der risikofreudigen Selbstbehauptungstour eines wütenden jungen Mannes.

Hinweis: Es ist jeder Bühne möglich, in Rücksprache mit dem Verlag eine eigene Adaption dieses Romans zu erstellen. Das Buch ist in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen und im Buchhandel erhältlich.


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Der Stoff liegt auch in folgender Fassung vor:

Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe