Aktuelle Nachrichten

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Paul PourveurPourveur, Paul

Paul Pourveur wurde als Sohn wallonischer Eltern 1952 im flämischen Antwerpen geboren und wuchs zweisprachig auf. Nach seinem Filmstudium am RITS, in Brüssel sowie einer Ausbildung in Szenischem Schreiben in den USA begann Pourveurs Karriere zunächst als Drehbuchautor für Film und Fernsehen. Es entstanden Texte für Dokumentar-, Jugend- und Spielfilme sowie für verschiedene populäre TV-Serien. Seit Mitte der achtziger Jahre schreibt Pourveur Theaterstücke, sowohl in Flämisch als auch in Französisch, die sich gegen eine traditionelle Dramaturgie mit deutlich linearen und abgerundeten Erzählsträngen und eine Einheit von Zeit, Ort und Handlung richten. Er vermischt verschiedene Genres und Stile und arbeitet auch häufig wissenschaftliche Texte in seine Stücke mit ein, um dem Zuschauer eine Vielzahl Materialien anzubieten, aus denen sich dieser selbst seine eigene Geschichte konstruieren kann. Dies geschieht auch in TIRANNIE VAN DE TIJD, in dem er als Mitautor das Thema Zeit aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet und den Zuschauer u. a. mit Quantenmechanik konfrontiert.

 

Lilith@Online

(Lilith@Online)
Deutsch von Uwe Dethier
2D, 3H

Lilith@online ist die Geschichte eines Aufbruchs. Zu tun, wovon man träumt, zu tun, wovor man Angst hat, zu tun, was schon Millionen andere vor einem getan haben: den eigenen Weg zu gehen. Der Weg Liliths ist steinig und ohne Rückhalt. Dreimal träumt sie davon, wie es wäre, geliebt zu werden. Dreimal wird sie verlassen, von der Mutter, dem ersten Freund und der besten Freundin. Dreimal schafft sie es, sich wieder aufzurappeln, weiterzugehen. Wenn auch vorerst allein. Fünf Jugendliche erfinden ihre Version der Geschichte von Lilith, der wegen ihrer Unangepasstheit aus dem Paradiesgarten vertriebenen Gottheit. Sie suchen nach Worten und Bildern, um eine Wirklichkeit, die auch die ihre sein könnte, fassbar zu machen. Sie erproben Machtstrukturen und Rollenbilder, lassen Realitäten entstehen und verwischen sie im gleichen Moment. Bis über allem plötzlich das Bild einer jungen Frau schwebt, die nicht aufgibt, der es verstoßen, verraten und missverstanden dennoch gelingt, wieder „on line“ zu sein. Pourveur gelingt in LILITH@ONLINE ein Text, der die Strukturen der klassischen Dramaturgie sprengt, und dessen assoziative Kraft sich nicht um chronologische Handlungsabfolgen und feste Rollenzuweisungen kümmert. Strukturierendes Element ist vielmehr Lilith, die trotz aller Widersprüchlichkeiten schließlich als vollendete Figur erscheint.