Aktuelle Nachrichten

Ausgewählt: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinnerstücke der...

Neu bei FBE: "Peter Pan" von CocoRosie & Robert Wilson
Robert Wilson und das amerikanisch-französische Freak-Folk-Duo CocoRosie...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...

UA: "Die Bademattenrepublik" am JES
Am 1. Dezember war die Uraufführung von Die Bademattenrepublik nach dem...

DSE: Nina Segals "Nachts (bevor die Sonne aufgeht)" in Mainz
Am 14. Dezember ist die deutschsprachige Erstaufführung von Nina Segals Stück...

Neu bei Desch: "Die Weinprobe" von Ivan Calbérac
Steve ist nicht nur ein vorbestrafter Gauner, sondern entpuppt sich durch...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Theater Osnabrück
Am 7. Dezember hat die Inszenierung von Philipp Löhles Stück Die Mitwisser...

SE: Chris D’Arienzos "Rock of Ages" in Emmenbrücke
Am 14. Dezember ist am Le Théâtre in Emmenbrücke die Schweizer Erstaufführung...


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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Hans Dieter SchreebSchreeb, Hans Dieter

Hans Dieter Schreeb, 1938 in Wiesbaden geboren, ist Dramatiker, Drehbuchautor und Schriftsteller. Nach langjähriger Arbeit als Redakteur beim Fernsehen des Südwestfunk, lebt Schreeb jetzt als freier Autor in Wiesbaden. In seiner jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit Hans Georg Thiemt entstanden mehrere hundert Folgen populärer Fernsehserien und Fernsehspiele für ARD und ZDF, darunter so bekannte wie "Der Kurier der Kaiserin" und "Ich, Christian Hahn". Neben zahlreichen Arbeiten für den Hörfunk schrieb Schreeb eine Reihe erfolgreicher historischer Romane wie "Der Bader von Mainz" und "Feuerblumen – Das Geheimnis des Caspar Hauser".

 

Lothar ist wieder da

Ein Sittenbild
4D, 4H
frei zur UA

Die Firma "Bragg Deutschland" gibt ein Betriebsfest. Grund ist die erfolgreiche Eingliederung in den holländischen Großkonzern "Bragg Netherlands", der weltweit Umwelttechnik vertreibt. Früher hieß die Firma eigentlich "Hahnemann und Lüscher", spielte auf dem internationalen Markt vielleicht keine ganz so große Rolle, dafür aber bei den Angestellten, die noch heute von dem tollen Betriebsklima schwärmen und sich nur zu gern an den guten Kontakt zur Betriebsleitung erinnern.

Die Abteilung "Communication", früher mal "Presseabteilung", kann da schon ein paar Geschichten erzählen und nutzt den feierlichen Anlass, um sich mal wieder ausgiebig Luft zu machen. Allen voran Doris Ritter, seit Jahrzehnten in der Firma, die Säule der Buchhaltung. Die fast 60-jährige ist mit sich und ihrem Leben unzufrieden, fühlt sich vom Schicksal betrogen und will vor allem, dass ihre Tochter Rosemarie, ehemalige Chefsekretärin der Firma, mehr Glück im Leben hat. Rosi Woberg lebt seit der Trennung von ihrem Mann mit Günther Sawatzki zusammen, einem grundsoliden, selbstbewussten Mann, der im Bereich Abwasser arbeitet und sich im Betriebsrat engagiert. "Das Odeur von Kläranlage" ist Grund genug für Doris, die Wahl ihrer Tochter zu kritisieren und hinter deren Rücken eigene Schicksalspläne zu schmieden.

Ihre Wünsche scheinen urplötzlich Wirklichkeit zu werden in Gestalt des schlanken, durchtrainierten Lothar Woberg, Rosemaries früherer Ehemann, der nach abgebrochener Karriere bei "Hahnemann und Lüscher" sein Glück in Südamerika gesucht hatte, um nun den Wiedereinstieg als Mitglied der Betriebsleitung zu finden. Als er der völlig überraschten Rosi weltmännisch und mit roten Rosen erneut einen Antrag macht, ist sie seinem Charme fast erlegen.

Doch das Fest wird von einem Zwischenfall gestört, als Herr Nadler, ein Langgedienter der Firma, plötzlich mit Herzinfarkt zusammenbricht. Rosi steht nun vor der Aufgabe, das Wesentliche im Leben erkennen zu müssen.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.