15.12.2018

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Neu bei FBE: "Mord im Orientexpress" von Agatha Christie
Auf der Fahrt des Orientexpress von Istanbul nach Calais fällt ein...

Eine Auswahl: Familienstücke für die Weihnachtszeit
Auch wir können uns dem vorweihnachtlichen Glanz nicht entziehen und haben...

Aktuell: "Die Jüdin von Toledo" am Schauspielhaus Bochum
Am 1. November eröffnete Johan Simons seine Intendanz am Schauspielhaus...

Neu bei FBE: "Der Name der Rose" (Umberto Eco / Gisle Kverndokk / Øystein Wiik)
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Neu bei FBE: "Ich werde nicht hassen" von Izzeldin Abuelaish
Dies ist die Geschichte von Dr. med. Izzeldin Abuelaish, einem...

Premiere: "Little Voice" am Theater Paderborn
Am Theater Paderborn inszeniert Katharina Kreuzhage Little Voice von Jim...

Deutscher Kindertheaterpreis 2018 für Fabrice Melquiot und "Die Zertrennlichen"
Fabrice Melquiot wurde für sein Stück Die Zertrennlichen mit dem Deutschen...


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Bild von Ekat CordesCordes, Ekat
Foto: Laura Baak 

Ekat Cordes arbeitet als freier Regisseur und Autor. Er studierte Germanistik und Soziologie in Oldenburg, wo er zwischen 2002 und 2007 am Oldenburger Universitätstheater OUT u. a. seine Stücke "I love my Job", "i wanna be loved by you" und "blue moon" zur Uraufführung brachte. Von 2006 bis 2010 war er als Regieassistent am Oldenburgischen Staatstheater tätig. Er arbeitete unter anderem mit Susanne Kennedy, Albrecht Hirche, Anna Bergmann und Marc Becker zusammen.

Cordes' Stück Ewig gärt wurde zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2010 eingeladen und in einer szenischen Lesung vorgestellt. Zusammen mit dem Autor Philipp Löhle und dem Comic-Zeichner Henrik Schart brachte Ekat Cordes als Regisseur im März 2011 am Maxim Gorki Theater Berlin beim Festival "Reality kills" den dramatischen Live-Comic "A Greekship" auf die Bühne. In der Spielzeit 20011/12 inszenierte er, ebenfalls am Maxim Gorki Theater, Jurj Sternburgs Werk "der penner ist jetzt schon wieder woanders", das beim Theatertreffen 2011 mit dem Förderpreis für junge Dramatik ausgezeichnet wurde. Sein Stück Aproposkalypse wurde 2012 am Theater Osnabrück uraufgeführt. Im Frühjahr 2013 war seine Farce Gertrud goes Korea für den Leonhard-Frank-Preis des Mainfranken Theaters Würzburg und für die Autorentheatertage "Stück auf!" am Schauspiel Essen nominiert.

Darüber hinaus arbeitete Cordes u. a. am Theater Regensburg, an der Landesbühne Niedersachsen Nord, am Theater Pforzheim, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Oldenburgischen Staatstheater.

In der Spielzeit 2015/16 inszeniert er u. a. am Staatstheater Mainz und am Oldenburgischen Staatstheater. Für das Theater Erlangen entwickelt er gemeinsam mit dem Musikerduo Jan S. Beyer und Jörg Wockenfuß einen Liederabend. Unter dem Titel "Heimat Erlangen - ein intergalaktischer Liederabend".


Weitere Informationen zu Ekat Cordes

 

Intrigration - Sie sind unter uns!

2D, 4H
frei zur UA

Der Brand des Asylantenheimes am Ende der Straße ist gelöscht, da wird erneut gezündelt: Am Grill von Carola und Gerhard, die mit ihren neuen Nachbarn Silke und Kalle warm werden wollen. Silke ist mulmig und Carola nicht wohl, aber unter guten Vorzeichen steht das Kennenlernen ohnehin nicht: Carola leidet unter einer aggressiven Form von Xenophobie. Was in der Fiktion und in ihren Lieblingsfilmen einen großen Reiz hat, ist im Eigentlichen überhaupt nicht auszuhalten – das Fremde. Sie sieht schwarz. Und zu allem Überfluss und Überdruss fällt nachts auch noch ein kleines Wesen aus den dunklen Galaxien in ihren Vorgarten, inmitten der geliebten Gartenzwergfiguren aus Mittelerde, ebenfalls verfolgt und in die Fremde geflohen.

Eine Brücke der Verständigung im heimischen Krisengebiet soll Herr Hackstedt bauen, der persönliche Integrator, der Einheimische und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung begleitet. Bei Cocktails und filetierter Seegurke am exotisch dekorierten Gartenteich sollen sie mal einen Schritt aufeinander zugehen, bevor es im zweiten Schritt einen Schnitt im Schritt gibt – bei einem Beschneidungsritual für alle Herren aus dem Vaterland. Man müht sich und bemüht sich, denn bei einhundertprozentiger Gesamtintegration steht den Einheimischen ein kleiner Bonus zu. Aber noch bevor das neue Integrationsmodell erste Erfolge zeigen könnte, verselbständigen sich die dunklen Ahnungen und alles bleibt im Konjunktiv. Hätte, hätte, Würstchenkette. Da nützt auch das x-te Barbecue nix.

Wenn Ekat Cordes von angstvollen Ahnungen und Schwarzseherei schreibt, dann steckt in diesen Sätzen reichlich groteske Farbe. Und so zeichnet er ein sich seltsam ehrlich anfühlendes Bild der überforderten Gesellschaft, die sich mit Überwachungskameras, Bürgerwehr, Security, Pistole im Nachtschränkchen und verbalen Schnellschüssen abgrenzen möchte und diejenigen anschwärzt, die ohnehin auf der Schattenseite stehen. In derb floskelnden, (aber)witzigen Dialogen wird intrigiert statt integriert. Bestandsaufnahme? Spinnerei? Vision? Wie dem auch sei: Auf gute Nachbarschaft! Vielleicht kann aus den Brennpunkten am Ende doch wenigstens ein Fünkchen Hoffnung entflammen.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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