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KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Beck, Enrique

Enrique Beck wurde am 12. Februar 1904 unter dem Namen Heinrich Beck in Köln geboren. Der aus einer hannoveranischen Familie stammende Schriftsteller, Übersetzer und Dichter gehörte im frühen nationalsozialistischen Deutschland einer der ersten Widerstandsbewegungen an. Als Mitherausgeber von Untergrund-Publikationen gegen Hitler entkam er dabei im August 1933 nur knapp einem Angriff der Gestapo. Auf der Flucht über die Schweiz erhielt er Anfang 1934 das lang ersehnte Visum für die Einreise nach Spanien. Dort schlug er sich zunächst als Schriftsteller und Werbetexter durchs Leben, bis er 1936 auf einige Gedichte des von Franco-Anhängern ermordeten spanischen Dichters Federico García Lorca aufmerksam wurde und seither wie gebannt war von der Kraft seiner Verse. Der mittel- und staatslose Flüchtling kam schließlich 1938 zurück in die Schweiz und begann dort das poetische Werk von Lorca zu übersetzen. 1944 wurde Bluthochzeit in Becks Übertragung in Zürich aufgeführt.

Beeindruckt von der Qualität seiner Übersetzungen, veranlassten Georg Kaiser und Thomas Mann bei Lorcas Erben die Übertragung der Exklusivrechte für die Übersetzung des Gesamtwerks Lorcas ins Deutsche auf Enrique Beck, wie sich der Übersetzer jetzt nannte. Bereits 1948 erschien eine erste Auswahl von Gedichten; 1953 folgte die Veröffentlichung der "Zigeuner-Romanzen" und ein Jahr später die dramatischen Dichtungen sowie eine Prosa-Auswahl. Damit wurde Enrique Beck zu einem wohlhabenden Übersetzer, aber auch zu einem der meistkritisierten Vertreter seiner Zunft. 1955 wurden seine Verdienste um Lorca von der spanischen Exilregierung mit dem Ritterkreuz des Befreiungsordens der Spanischen Republik ausgezeichnet.

Enrique Beck starb am 16. September 1974 in Riehen in der Schweiz.

 

Ithaka

4D, 18H