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KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Slade, Stuart

Stuart Slade ist Theaterautor und Filmemacher aus London. Er ist Intendant des Londoner Kuleshov Theatre und künstlerischer Leiter der Filmproduktion Ivanov Films, mit der er u. a. Dokumentarfilme in Gaza, Südsudan, Haiti und Nepal realisiert hat. Darüber hinaus schreibt er Theaterstücke, darunter Flug BU21, „Cans“ und „Roots“ (alle Theatre503, London), die bisher in Spanien, Italien, Irland und Großbritannien gespielt werden.

 

Flug BU21

(BU21)
Deutsch von Anna Opel
3D, 3H
UA: 15.03.2016, Theatre503 London
frei zur DSE

"Aber dann denkst du so ‚Quatsch, so was passiert mir nie im Leben - oder? Das ist mehr so'n Andre-Leute-Ding, kein Ich-Ding’. Weil du dir nicht mal vorstellen kannst, dass es dir passiert. Und dann passiert es. Es passiert genau dir."

Thalissa erfährt auf Twitter, dass ihre Mutter tot ist. Ana war sonnenbaden und sitzt jetzt im Rollstuhl. Floss hat sich in der Küche ein Sandwich gemacht, als der Mann in ihren Garten stürzte. Die Affäre von Alex’ Freundin mit seinem besten Freund fliegt auf, weil sie beim Sex verbrennen. Clives Vater war an Bord des Flugzeugs, und Graham ist so was wie ein Held, ein Lebensretter, oder zumindest ist es das, was er allen sagt.

Stuart Slade erzählt in Flug BU21 von sechs Personen, die einen Terroranschlag überlebt, miterlebt oder jemand Nahestehenden dabei verloren haben. Das Stück basiert auf realen Zeugenberichten. Bei der Übertragung des dokumentarischen Materials in die fiktiven Geschichten gelingt Slade das Kunststück, über Trauer und Traumata zu sprechen, ohne in Betroffenheitsdramatik abzuschweifen. Der sich momentan ausbreitenden Angst begegnet Stuart Slade mit pechschwarzem Humor. Er nimmt wenig Rücksicht, hält uns selbst den Spiegel vor, entlarvt bloße Sensationsgier und schreckt nicht vor purem Zynismus zurück. Slade macht deutlich: Unser Umgang mit der Katastrophe ist entscheidend dafür, ob bestehende Vorurteile sich verfestigen und zweifelhafte Ideologien gestärkt werden.

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.

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