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Ausgezeichnet! Deutscher Musical Theater Preis 2019
Wir freuen uns, dass unsere Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason und Peter Lund...

Hörspiel des Monats: "Baader Panik" von Oliver Kluck
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat Baader Panik von...

Rückblick: "Frau Ada denkt Unerhörtes" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Leipzig
Am 27. September war die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau...

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
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UA: "Die Bremer Stadtmusikanten" von Philipp Löhle am Theater Paderborn
Am 30. Oktober ist die Uraufführung von Philipp Löhles Die Bremer...

SE: "Alles Liebe, Linda" am Theater Rigiblick, Zürich
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Neu: "müde wilde welt" von Johannes Hoffmann
In müde wilde welt zieht die heutige Leistungsgesellschaft ins Kinderzimmer...

UA: "Warte nicht auf den Marlboro-Mann" von Olivier Garofalo in Aalen
Am 19. Oktober ist die Uraufführung von Olivier Garofalos Stück Warte nicht...

DSE: "Der Sohn" am St. Pauli Theater, Hamburg
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Neu: "Drei Tage oder Abstieg und Aufstieg des Herrn B." von Roman Sikora
Als Herr B. noch lebte, war er auch schon keine große Nummer. Als...

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DSE: "The Party" von Sally Potter am Burgtheater Wien
Am 21. September war die deutschsprachige Erstaufführung von Sally Potters...


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Bild von Ekat CordesCordes, Ekat
Foto: Laura Baak 

Ekat Cordes arbeitet als freier Regisseur und Autor. Er studierte Germanistik und Soziologie in Oldenburg, wo er zwischen 2002 und 2007 am Oldenburger Universitätstheater OUT u. a. seine Stücke "I love my Job", "i wanna be loved by you" und "blue moon" zur Uraufführung brachte. Von 2006 bis 2010 war er als Regieassistent am Oldenburgischen Staatstheater tätig. Er arbeitete unter anderem mit Susanne Kennedy, Albrecht Hirche, Anna Bergmann und Marc Becker zusammen.

Cordes' Stück Ewig gärt wurde zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens 2010 eingeladen und in einer szenischen Lesung vorgestellt. Zusammen mit dem Autor Philipp Löhle und dem Comic-Zeichner Henrik Schart brachte Ekat Cordes als Regisseur im März 2011 am Maxim Gorki Theater Berlin beim Festival "Reality kills" den dramatischen Live-Comic "A Greekship" auf die Bühne. In der Spielzeit 20011/12 inszenierte er, ebenfalls am Maxim Gorki Theater, Jurj Sternburgs Werk "der penner ist jetzt schon wieder woanders", das beim Theatertreffen 2011 mit dem Förderpreis für junge Dramatik ausgezeichnet wurde. Sein Stück Aproposkalypse wurde 2012 am Theater Osnabrück uraufgeführt. Im Frühjahr 2013 war seine Farce Gertrud goes Korea für den Leonhard-Frank-Preis des Mainfranken Theaters Würzburg und für die Autorentheatertage "Stück auf!" am Schauspiel Essen nominiert.

Darüber hinaus arbeitete Cordes u. a. am Theater Regensburg, an der Landesbühne Niedersachsen Nord, am Theater Pforzheim, am Badischen Staatstheater Karlsruhe und am Oldenburgischen Staatstheater.

In der Spielzeit 2015/16 inszeniert er u. a. am Staatstheater Mainz und am Oldenburgischen Staatstheater. Für das Theater Erlangen entwickelt er gemeinsam mit dem Musikerduo Jan S. Beyer und Jörg Wockenfuß einen Liederabend. Unter dem Titel "Heimat Erlangen - ein intergalaktischer Liederabend".


Weitere Informationen zu Ekat Cordes

 

Ewig gärt

5D, 7H, Statisten; Mehrfachbesetzung möglich
frei zur UA

Gerd rast durch die Geisterbahn. Seine Ruth lässt sich heimlich die Zukunft voraussagen. Die Zeichen stehen schlecht. Ein Unheil und viele Unheilige werfen ihre Schatten voraus. Ewig gärt zeigt eine Familie, die sich den beschleunigten Zentrifugalkräften der Kirmes aussetzt. Gerd, Ruth und die beiden Kinder kreiseln auf einem schrillen Familienkarussell vor allem um sich selbst, schwindelerregend schnell, bis an den Rand der Übelkeit, bis die Knie zittern, bis der Boden unter den Füßen nachgibt. Sie wollen Amüsement auf Teufel komm raus. Ein Tag auf der Kirmes bedeutet Flucht aus dem Alltag. Hätte das also eigentlich alles schön sein können? Wohl kaum, denn das ewige Kreisen und Gären spiegelt den dumpfen Familienalltag.

Das Lebkuchenherz, das Ruth sich eben noch gönnte, schlägt lebendiger als ihr eigenes. In Gerd gärt es gewaltig - er ist der Wolf im Katzenpelz, der seine Kinder penetriert. Hello Kitty muss sterben. Die Kinder sind mager- und zerstörungssüchtig und der Schein der Familienidylle trügt, denn eine dicke Schicht niederer Instinkte hat sich über die Figuren gelegt. Hoffnung erstickt und Güte und das, was man Geborgenheit nennen könnte.

Ekat Cordes legt mit dieser Splatter-Komödie ein Stück vor, das Volksweisheiten, Sprüche und Sprichwörter dekonstruiert und so den Alltag als einzige bittere Floskel entlarvt - enervierend, unbequem und immer mit dem Finger in der Wunde, die eben noch die Kettensäge ins Fleisch geschnitten hat. Cordes katapultiert "eine fiebrige Monster-Family-Farce über das Erwachsenwerden und sexuellen Missbrauch durch eine fast Jelinek'sche Karussell-Stilistik in die Welt". (Berliner Zeitung)

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.

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