18.02.2018

Aktuelle Nachrichten

Wiederentdeckt: "Der Flüchtling" von Fritz Hochwälder
Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Oliver KluckKluck, Oliver

"Ich schreibe keine Stücke, sondern Texte. Diese haben den Charakter eines Versuchs."
Oliver Kluck, Berlin


Weitere Informationen zu Oliver Kluck

 

Baby Sommer

mind. 5 Darsteller

Bald konnte ich feststellen, dass der Stoff doch nicht zur Mitnahme bereit liegt, wie Schnittwurst am Frühstücksbuffet im Hotel Reichshof. Als ich mit dem Schreiben anfing, hatte ich mit dem Schreiben aufhören können. Hatte ich schon nicht mehr gewusst, was ich schreiben wollte. So hatte ich etwas vollkommen anderes geschrieben. Das Geschriebene fristgerecht abgeliefert. Kein einziger Anruf kam. Jetzt schaute ich jeden Tag nach meinem Konto. Bald kam das Geld und mit dem Geld die Freude und die Erleichterung. Und die wie ich finde ziemlich brauchbare Erkenntnis. Dass die sogenannte Krise, von der immer alle reden, auch nichts anderes ist. Als eine weitere Inszenierung.

„Ein äußerlich desolater Zustand kann bei der Suche nach einem Verlag sehr helfen. Eine Kriegsverletzung. Eine Magersucht. Gerne, ein gerade so überlebter Verkehrsunfall. Ein Eisenbahnunglück. Eine trinkende Mutter, ein prügelnder Vater. Ein nicht vorhandener Vater. Ein Vater, der trinkt, der die Mutter prügelt. Ein überlebtes Konzentrationslager. Ein Exil. Die Schweiz. Die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft. Ein öffentlich vorgetragenes Bekenntnis. Eine Versicherung. Die Zugehörigkeit zu einer verfolgten Minderheit. Ein Ehepartner in Israel. Die Flucht aus einem kommunistischen Land. Das Erlernen einer geeigneten Sprache. Das Pflegen einer Macke. Die Zugehörigkeit zu einem bestimmten biologischen Geschlecht. Eine merkwürdige Frisur. Eine merkwürdige Art ein Gespräch zu führen. Vor allem aber, nichts hilft mehr als das, die Bereitschaft, sich ganz und gar dem Markt zu öffnen.“

Oliver Kluck, Berlin im Oktober 2015