18.02.2018

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Nahe einer schwer passierbaren Landesgrenze im Hochgebirge treffen drei...

Neu bei FBE: "Das Mädchen Wadjda" von Haifaa Al Mansour
Riad, Saudi-Arabien: Die zehnjährige Wadjda wünscht sich nichts sehnlicher...

DSE: "Lazarus" von David Bowie und Enda Walsh am Düsseldorfer Schauspielhaus
Am 3. Februar ist die deutschsprachige Erstaufführung des Musicals Lazarus...

"Grimm!" von Thomas Zaufke und Peter Lund am Theater Erfurt
Mit dem bösen Wolf hat schon so ziemlich jeder seine Erfahrungen gemacht. So...

Neu bei FBE: "Das Molekül" von William W. Murta
Mit biografischen Schlaglichtern erzählt William Ward Murta in seinem Musical...

Neu bei FBE: "Polnische Hochzeit" von Joseph Beer
19. Jahrhundert, Zeit des polnischen Aufstandes gegen die russische...

Neuübersetzung "High Society" am Landestheater Coburg
Wenn sich die High Society amüsiert und Hochzeit feiert, ist auch die...

Neu bei FBE: "Rabbit Hole" von David Lindsay-Abaire
Becca und Howie Corbett sind mit ihrem vierjährigen Sohn Danny eine...

"Die Nashörner" am Staatsschauspiel Dresden
Die Kritik an einem hinter dem Individualismus versteckten Zwang zu...


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Basslaute

(Théorbe - Compte à rebours, un matin de septembre)
Deutsch von Annette und Paul Bäcker
3D, 3H
frei zur DSE

New York. Dienstag, den 11. September 2001. An diesem Vormittag hat die französische Instrumentalistin Jeanne (sie spielt Basslaute) ein für ihre Karriere äußerst wichtiges Vorspiel bei einem berühmten Orchesterdirigenten. 7 Uhr 38 bemerkt sie voller Entsetzen, daß ihr Freund Greg sie unabsichtlich in der Wohnung eingeschlossen und die Schlüssel mit sich genommen hat. Von diesem Zeitpunkt ab verbleiben ihr wenig mehr als eine Stunde, um aus ihrer Wohnung zu kommen, um das Vorspiel nicht zu versäumen.
Mit ihrem Telefon als einzigem Hilfsmittel versucht sie nun alles, um - koste es was es wolle - ihre Wohnung verlassen zu können. Sie versucht auch Greg, der im World-Trade-Center arbeitet, zu überreden, zurückzukommen, um sie aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Dadurch wird der eher anekdotische und persönliche Count-Down für Jeanne plötzlich überlagert vom schrecklichen Count-Down der sich anbahnenden Tragödie in den Twin-Towers. Dem Autor gelingt es damit, eine große und eine kleine Tragödie in Relation zu setzen. In der real ablaufenden Zeit baut sich so eine immer größer werdende Spannung auf, in der der Zuschauer durch das, was er vom 11. September 2001 weiß und das sich bei ihm unvergesslich ins Gehirn gebrannt hat, eine radikal andere Realität empfindet als die der Komödie, die sich auf der Bühne abzuspielen scheint.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.