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Ausgewählt: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinnerstücke der...

Neu bei FBE: "Peter Pan" von CocoRosie & Robert Wilson
Robert Wilson und das amerikanisch-französische Freak-Folk-Duo CocoRosie...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...

UA: "Die Bademattenrepublik" am JES
Am 1. Dezember war die Uraufführung von Die Bademattenrepublik nach dem...

DSE: Nina Segals "Nachts (bevor die Sonne aufgeht)" in Mainz
Am 14. Dezember ist die deutschsprachige Erstaufführung von Nina Segals Stück...

Neu bei Desch: "Die Weinprobe" von Ivan Calbérac
Steve ist nicht nur ein vorbestrafter Gauner, sondern entpuppt sich durch...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Theater Osnabrück
Am 7. Dezember hat die Inszenierung von Philipp Löhles Stück Die Mitwisser...

SE: Chris D’Arienzos "Rock of Ages" in Emmenbrücke
Am 14. Dezember ist am Le Théâtre in Emmenbrücke die Schweizer Erstaufführung...


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Mensching, Steffen
Steffen Mensching wurde 1958 in Ost-Berlin geboren. Er ist Journalist und Kulturwissenschaftler, außerdem auch Autor, Clown, Schauspieler, Regisseur und...


Theatre du Campagnol


 

Das Ballhaus

(Le Bal)
nach einer Idee des Théâtre du Campagnol
Für die neuen Bundesländer bearbeitet von Steffen Mensching


Das Ballhaus, ein fiktiver Ort, wird zum Schauplatz der Erinnerung, zu einer Zeitreise durch ein Jahrhundert deutsche Geschichte. Gestartet wird in den wilden 20er Jahren. Ob Großindustrieller oder Ganove, Gigolo oder Diva, Revoluzzer oder Mitläufer – man trifft sich auf der Tanzfläche und alles schwingt in Ekstase und frivoler Ausgelassenheit. Doch mit dem Börsenkrach und der Machtergreifung der Nazis folgt das böse Erwachen – der Tanz wird zum Gleichschritt das Ballhaus zum Unort. 3. Reich, 2. Weltkrieg, Wiederaufbau und Wirtschaftswunder, die Studentenunruhen, die bleierne Zeit und schließlich der Mauerfall: Auf dem Parkett wirbeln Menschen durch acht Jahrzehnte. Ein Modetanz nach dem anderen erobert den Tanzboden. Kein einziges Wort wird gesprochen – und trotzdem fängt das Stück das Lebensgefühl der verschiedenen Jahrzehnte ein. Im Tempo des Charleston spiegelt sich der Wahnsinn der „Roaring Twenties“, das Auflehnen gegen allzu starkes Reglement in den 50er Jahren ebnet dem amerikanischen Swing und Rock ’n’ Roll den Weg auf die Tanzfläche Der Tanz wird Ausdruck des Protestes, spiegelt die Studentenunruhen der 68er. Es geht nicht mehr um Form, es geht um Rhythmus und individuellen Ausdruck.

"Das Ballhaus" beleuchtet den kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Wandel des vergangenen Jahrhunderts. In den getanzten Bildern spiegeln sich große und kleine Ereignisse. Es sind Geschichten von Liebe, Leidenschaft, Eifersucht und Verrat, Verzweiflung und Hoffnung. Egal, wie die Zeiten sind, die Menschheit tanzt. Wenn es sein muss, auf dem Vulkan.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch