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Sally Potter hat das Drehbuch ihres kammerspielartigen Films The Party selbst...

UA: "Frau Ada denkt Unerhörtes" am Schauspiel Leipzig
Die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau Ada denkt Unerhörtes...

Neu: "Desperado" von Ton Kas und Willem de Wolf
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Rückblick: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
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Neu bei FBE: "Drachenherz" von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
In Deutschhagen hängen die Erziehungsberechtigten schlaff vor der Glotze,...

Neu: "Bambi" von Oliver Schmaering
Die Wiese wird niemals betreten. Sie ist die Zone der Gefahr. Die Stadttiere...

Hörspiel: "Baader Panik" von Oliver Kluck
In Baader Panik bügelt der Autor Oliver Kluck die Geschichte des kollektiven...

UA: "Die überraschend seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe" am Jungen Staatstheater Karlsruhe
Am Jungen Staatstheater Karlsruhe inszeniert Otto A. Thoß die Uraufführung...

DSE: "Die Reißleine" am Volkstheater Wien
Am 27.9. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die Reißleine am...

DE: "Ein Amerikaner in Paris" am Theater Kiel
Am 28. September ist am Theater Kiel die deutsche Erstaufführung von...

Aktuell: "Unser Dorf soll schöner werden" von Klaus Chatten
Gleich zweimal ist Klaus Chattens Monolog Unser Dorf soll schöner werden in...


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Coubier, Heinz

Heinz Coubier (1905 - 1993), eigentlich Heinz Kuhbier, arbeitete als Theaterregisseur und Schriftsteller. Seinen wahrscheinlich größten Erfolg erzielte er mit der Komödie Aimée.

Der Sohn eines Unternehmers hatte Kunstgeschichte und Theater- und Literaturwissenschaft studiert und wirkte ab 1931 als Regisseur in Berlin. 1935 bekommt er das Berufsverbot. Bis zum Kriegsende kann er als freiberuflicher Schriftsteller tätig sein; anschließend arbeitet er wieder als Regisseur. Er schrieb für den Bayerischen Rundfunk, veröffentlichte aber auch Dramen, Erzählungen und Essays, beispielsweise für die Monatszeitschrift Merkur. Dem Film lieferte er mehrere Vorlagen oder Drehbücher. 1975 erhielt er den Tukan-Preis der Stadt München.

 

Bluff (100 000 000 Dollar)

Komödie (3 Akte)
von Heinz Coubier
2D, 7H

Nach minutiös vorbereiteter und präzis durchgeführter Schweißarbeit muss der Einbrecher feststellen, dass der angeblich gefüllte Tresor, nicht einen einzigen Sou beherbergt. Amélie, das überraschte, Negligé-gewandete Opfer, gesteht bei einem Beruhigungs-Cognac, dass sie kurz vor dem Konkurs steht. Soviel Unverfrorenheit, Schönheit, seriöse Ausstrahlung und souveräne Nonchalance bringt den juristisch gebildeten Dieb, Dr. Renard, auf die Idee, die persönliche Wirtschaftskrise mittels eines grandiosen Bluffs zu beenden. Noch in der Nacht werden 100 Millionen Dollar "geboren", die der amerikanische Onkel MacDonald seiner Nichte Amélie hinterlässt. Das freudige Ereignis wird Amélies jüngerer Schwester Madelon und dem Butler Théotime verkündet.

Renard hat richtig kalkuliert: Amélies positive Aura und die schwindelnde Höhe der Erbsumme lassen keinerlei Zweifel aufkommen. Bargeld raschelt von ganz allein ins Haus, die Banken wetteifern um die Millionenerbin in spe. So steigt Amélie zur krisenfesten Exponentin des Welthandels auf. Doch ihre Gefühle bleiben auf der Strecke. Die zahlreichen Verehrer empfindet sie als lästige Mitgiftjäger, weshalb Renard einen Präsentier-Verlobten beschafft. Aufgrund einer Verwechslung engagiert Amélie mit André den falschen Begleiter, macht im Hinblick auf den Mann den richtigen Griff.

Das Happyend lässt allerdings noch auf sich warten. Amélie überfällt Offenbarungswut; sie will aus Renards Bluff-Spiel aussteigen. Parallel ist Madelons Verlobter Paul dem Betrug auf der Spur. Sowohl Amélie als auch Paul verbringen eine Nacht im Gefängnis, während Renard versucht, den Diebstahl der Millionen-Erbschaft zu inszenieren. Schließlich naht die Rettung durch und mit André: Der Pseudo-Verlobte gegen Honorar erweist sich nämlich als Erbe eines Bankhauses und als gestandener Millionär, der lieber heute als morgen mit Amélie "fusionieren" möchte.

Bluff ist eine klassische Boulevardkomödie mit viel Esprit, intelligenten Dialogen und dankbaren Rollen.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.