25.09.2017

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Martina Clavadetscher für den Schweizer Buchpreis nominiert
Für den Schweizer Buchpreis wurden 78 Titel eingereicht, von denen nun fünf...

DSE: "Nichts von mir" am Berliner Ensemble
Das neue Berliner Ensemble eröffnet seine Spielzeit im Kleinen Haus am 22....

UA: "Wie kann ich dich finden, zu mir ziehen und überreden zu bleiben" am Nationaltheater Mannheim
Die Uraufführung von Anja Hillings Stück Wie kann ich dich finden, zu mir...

DSE: "WiLd!" am Landestheater Detmold
Am Landestheater Detmold inszeniert Charlotte Van Kerckhoven die...

DSE: "Vierundzwanzig Stunden im Leben einer Frau" an der Badischen Landesbühne Bruchsal
An der Badischen Landesbühne in Bruchsal kommt am 23. September Éric-Emmanuel...

Hannah Biedermann für den FAUST nominiert
Für ihre Inszenierung "entweder und" am Jungen Ensemble Stuttgart ist Hannah...

Bestes Musical: Deutscher Musical Theater Preis für "In 80 Tagen um die Welt" von Gisle Kverndokk und Øystein Wiik
Der Hauptpreis "Bestes Musical" der Deutschen Musical Akademie ging in diesem...

Neu bei FBE: "Mimosa" von Esther Becker
Mimosa ist Pilotin und immer darauf bedacht, die Kontrolle zu behalten. Als...

Neu bei FBE: "Die Reißleine"
Abby wohnt im Altersheim und soll gegen ihren Willen eine neue Zimmergenossin...

Neu bei FBE: "Fische" von Nele Stuhler
E und Fisch führen eine außergewöhnliche Beziehung. Sie sind davon überzeugt,...

Neu bei FBE: "Du Gülsüm, ich Häschen" von Ruth Johanna Benrath
Du Dummi! Du Stummi! Hänschen wird gehänselt. Das Sprechen fällt ihm schwer....

Wiederentdeckt: "Road" am Royal Court Theatre London
Das Royal Court Theatre in London hat Jim Cartwrights Stück Road (Straße ohne...


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Bild von Katrin LangeLange, Katrin

Katrin Lange, gebürtige Berlinerin, studierte Theaterwissenschaft und promovierte an der Humboldt-Universität Berlin zum Dr. phil. Sie arbeitete als Dramaturgin und Regieassistentin in Chemnitz, Dresden und Berlin. Seit 1982 ist sie freischaffende Autorin. Ihre Stücke und Hörspiele für Kinder und Erwachsene wurden vielfach ausgezeichnet. Katrin Lange erhielt u. a. mehrere DDR-Kinderhörspielpreise, den Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg 1992 sowie den Deutschen Kindertheaterpreis 2008.

Ursendungen ihrer Hörspiele wurden u. a. bei MDR, Deutsche Welle, DeutschlandRadio und dem Hessischen Rundfunk ausgestrahlt, ihre Bühnenstücke u. a. in Rostock, Weimar, Berlin, Leipzig, Düsseldorf, Freiberg, Dresden und Altenburg uraufgeführt. Große Erfolge feierte sie jüngst mit Unterm hohen Himmel: Parzival (Uraufführung 2007 am Jungen Schauspielhaus Düsseldorf), "Ich, Grete Beier, Mörderin" (Uraufführung 2008, Mittelsächsisches Theater Freiberg) und "Warn zwei Brüder einst in Sachsen ..." bei den Altenburger Prinzenraubfestspielen 2009-2011.

Für das Kindertheater entstand 2010 u. a. Schneewittchen lebt! als Auftragswerk für das Theater der Jungen Welt, Leipzig. Im Rahmen von "Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater" schrieb Katrin Lange für das Staatstheater Braunschweig Freund Till, genannt Eulenspiegel. Das Stück gelangte im Februar 2012 zur Uraufführung und wurde für den Mülheimer KinderStückePreis 2012 nominiert - wie bereits 2010 Alice: Im Wunderland!.
Es folgte mit Lohengrin: Unterwegs mit Schwan! im Februar 2013 ein Auftragswerk für das Junge Schauspielhaus Düsseldorf.
Zusammen mit Thomas Zaufke und Edith Jeske schrieb Katrin Lange jüngst eine Musical-Version des Märchenfilms Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, die im Juni 2013 mit großem Erfolg auf der Felsenbühne Rathen uraufgeführt wurde.

Ihr Auftragswerke Zaubermühle! für das Schnawwl in Mannheim feierte im Februar 2015 erfolgreiche Uraufführung und war für den Mülheimer KinderStückePreis 2015 nominiert. Im April 2015 gelangte zudem ihr Stück für das Theater der Jungen Welt, Leipzig König der Kinder: Macius! zur Uraufführung.

 

Alice: Im Wunderland!

ein Stück für Kinder
unter Verwendung von Motiven aus
Lewis Carrolls "Alice"-Erzählungen
Mitarbeit: Gerd Bedszent
3D, 2H
UA: 12.02.2009, Düsseldorfer Schauspielhaus Düsseldorf

Kopf ab! schreit die Königin, und auch sonst geht es hinterm Spiegel ziemlich böse zu: Zank, Streit, Gewalt, Krieg, der schwarze Vogel schreit grausam Jabberwock! und ängstigt die Bewohner des Wunderlands. Zu denen plötzlich auch Alice gehört: ist durch einen sonderbaren Spiegel gestolpert und jetzt auf der andern Seite gefangen, kein Rückweg!, und ein weißes Kaninchen mit Taschenuhr erwartet von ihr Großes.
Bis aber Alice diese Erwartungen zu erfüllen vermag, muss sie in der Anders-Welt selbst anders werden, nicht immer nur an sich denken: muss die arme müde Maus vor Prügeln bewahren und ein kleines Schwein vorm Tod im Pfeffernebel retten, muss die Liebe erfahren zu einem edlen, aber verwirrten Ritter und mit der Liebe den Trennungsschmerz, muss Freund Kaninchen aus dem Kerker befreien ...
Und muss und darf singen, so viel sie will! Und singend einen Krieg beenden! Meisterhaft! sagt zu Alices Gesang am Ende nicht nur die Maus!

Katrin Lange hat Motive und Episoden aus beiden Alice-Romanen von Lewis Carroll miteinander verknüpft und ineinander verwoben. Das Ergebnis ist eine mitunter ein wenig schwarze, meist aber wild fröhliche Komödie über ein Mädchen, mit dem die Zuschauer atmen und das sie von Herzen mögen können und wohl manchmal am liebsten ohrfeigen würden: ein Kind wie sie – eine Heldin eben!