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DSE: Nina Segals "Nachts (bevor die Sonne aufgeht)" in Mainz
Am 14. Dezember ist die deutschsprachige Erstaufführung von Nina Segals Stück...

SE: Chris D’Arienzos "Rock of Ages" in Emmenbrücke
Am 14. Dezember ist am Le Théâtre in Emmenbrücke die Schweizer Erstaufführung...

Neu bei FBE: "Peter Pan" von CocoRosie & Robert Wilson
Robert Wilson und das amerikanisch-französische Freak-Folk-Duo CocoRosie...

Ausgewählt: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinnerstücke der...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...

UA: "Die Bademattenrepublik" am JES
Am 1. Dezember war die Uraufführung von Die Bademattenrepublik nach dem...

Neu bei Desch: "Weinprobe für Anfänger" von Ivan Calbérac
Steve ist nicht nur ein vorbestrafter Gauner, sondern entpuppt sich durch...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Theater Osnabrück
Am 7. Dezember hat die Inszenierung von Philipp Löhles Stück Die Mitwisser...


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Aktuelle Stücke
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Aktuelle Premierenberichte
Bild von Daniel KeeneKeene, Daniel
Foto: F. Passerini 

Daniel Keene, 1955 in Melbourne, Australien geboren, schreibt seit 1979 für das Theater. Er arbeitete als Schauspieler, Regisseur, Gründer und Redakteur einer Literaturzeitschrift sowie als Übersetzer. Seine Stücke wurden in Australien, in den USA, China, Frankreich, Japan, Portugal und Deutschland gespielt und mit wichtigen literarischen Preisen gewürdigt. Er erhielt zwei Mal den Victorian Premier’s Literary Award for Drama, dreifach den NSW Premier’s Literary Award for Drama, den Adelaide Festival Award for Literature, den Wal Cherry Play of the Year Award und den Sumner Locke Elliot Prize. Seit 1999 wurden zahlreiche Produktionen in Europa, vor allem in Frankreich, präsentiert. Er schreibt regelmäßig Auftragswerke für französische Regisseure und Theatergruppen. Im März 2014 wurde er mit den Sydney Meyer Performing Arts Award für seine herausragende Theaterarbeit gewürdigt.

 

An alle Interessierten

(To whom it may concern)
Kurzstück

Deutsch von Paul Bäcker
2H
frei zur DSE

Das Stück handelt von einem alten Witwer und seinem 40-jährigen autistischen Sohn Leo. Beim Vater haben die Ärzte Krebs im Endstadium diagnostiziert, er hat nur noch zwei oder drei Monate zu leben. Er müßte ins Krankenhaus, aber was passiert "nach ihm" mit seinem Sohn, wer kümmert sich um dieses große Kind, das als einziges Wort "Pa" sagen kann. Seine Briefe an entfernte Verwandte, zu denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, bleiben unbeantwortet. Er reist mit Leo zur Schwester seiner Frau, mit der er sich nie gut verstanden hat, doch er findet das Haus nicht mehr. In seiner Verzweiflung versucht er, seinen Sohn in den Tod zu schicken, besser zuerst, als nach ihm. An einem Strand versucht er, Leo zu überreden, ins Wasser zu gehen, obwohl er nicht schwimmen kann. Leo, nackt und frierend, ahnt das wirkliche Motiv seines Vaters nicht, doch er geht nicht ins Wasser, weil es zu kalt ist. Der Vater gibt seinen Plan auf, zu groß ist die Liebe zu seinem Sohn. Er wird sich auch nicht ins Krankenhaus begeben.
Ein sehr einfacher, leiser Text, der unter die Haut geht.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der deutschsprachigen Erstaufführung vergeben werden.