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DSE: "The Party" von Sally Potter am Burgtheater Wien
Sally Potter hat das Drehbuch ihres kammerspielartigen Films The Party selbst...

UA: "Frau Ada denkt Unerhörtes" am Schauspiel Leipzig
Die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau Ada denkt Unerhörtes...

Neu: "Desperado" von Ton Kas und Willem de Wolf
In den Tiefen ihrer Gedanken sind sie Helden des wilden Westens, im täglichen...

UA: "Was man von hier aus sehen kann" an den Hamburger Kammerspielen
Am 5. September ist die Uraufführung von Mariana Lekys Was man von hier aus...

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
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Rückblick: "Der Name der Rose" bei den DomStufen-Festspielen in Erfurt
Am 9. August war die Uraufführung von Gisle Kverndokks und Øystein Wiiks...

Neu bei FBE: "Drachenherz" von Wolfgang Böhmer und Peter Lund
In Deutschhagen hängen die Erziehungsberechtigten schlaff vor der Glotze,...

Neu: "Bambi" von Oliver Schmaering
Die Wiese wird niemals betreten. Sie ist die Zone der Gefahr. Die Stadttiere...

Hörspiel: "Baader Panik" von Oliver Kluck
In Baader Panik bügelt der Autor Oliver Kluck die Geschichte des kollektiven...

UA: "Die überraschend seltsamen Abenteuer des Robinson Crusoe" am Jungen Staatstheater Karlsruhe
Am Jungen Staatstheater Karlsruhe inszeniert Otto A. Thoß die Uraufführung...

DSE: "Die Reißleine" am Volkstheater Wien
Am 27.9. ist die deutschsprachige Erstaufführung von Die Reißleine am...

DE: "Ein Amerikaner in Paris" am Theater Kiel
Am 28. September ist am Theater Kiel die deutsche Erstaufführung von...

Aktuell: "Unser Dorf soll schöner werden" von Klaus Chatten
Gleich zweimal ist Klaus Chattens Monolog Unser Dorf soll schöner werden in...


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Coubier, Heinz

Heinz Coubier (1905 - 1993), eigentlich Heinz Kuhbier, arbeitete als Theaterregisseur und Schriftsteller. Seinen wahrscheinlich größten Erfolg erzielte er mit der Komödie Aimée.

Der Sohn eines Unternehmers hatte Kunstgeschichte und Theater- und Literaturwissenschaft studiert und wirkte ab 1931 als Regisseur in Berlin. 1935 bekommt er das Berufsverbot. Bis zum Kriegsende kann er als freiberuflicher Schriftsteller tätig sein; anschließend arbeitet er wieder als Regisseur. Er schrieb für den Bayerischen Rundfunk, veröffentlichte aber auch Dramen, Erzählungen und Essays, beispielsweise für die Monatszeitschrift Merkur. Dem Film lieferte er mehrere Vorlagen oder Drehbücher. 1975 erhielt er den Tukan-Preis der Stadt München.

 

Aimée

1D, 3H

Frankreich während der Revolution. Gräfin Aimée verbirgt in ihrem Schloss den Aristokraten Gaston. Verfolgt von der Revolutionsregierung bleibt ihm nur noch die Flucht nach England. Doch dann kommt Gaston die Liebe dazwischen: Er entscheidet sich für Aimée und bleibt. Aber die Revolution steht bereits vor der Tür.

Revolutionär Georges will Gaston verhaften und wird in eine Dreiecksgeschichte verwickelt, denn Aimée will ihn einwickeln, um Gaston zu retten. Sie erreicht, dass Georges für Gaston Reisepapiere ausstellt. Dieser nimmt auf Aimées Drängen den Pass an, der ihn über die Grenze bringen soll. Sollte. Denn in der Nacht kehrt Gaston zu seiner Geliebten zurück.
Im Schloss bricht die Revolution aus. Georges will Gaston verhaften, Gaston überredet Georges zum Duell, Aimée soll sich für einen der beiden entscheiden. Eine Pistole wird geladen, die Aimée demjenigen geben soll, den sie liebt. Doch die Gräfin behält ihrer Unentschlossenheit trotzend die Oberhand, schickt die beiden Herren zur Abkühlung in die Bibliothek. Mit Hilfe des Kammerdieners Jean macht sie beide Pistolen unschädlich.
So findet der Abend die beiden Rivalen mangels Munition noch immer untätig. Sie freunden sich fast miteinander an, sind schließlich bereit, sich friedlich zu verabschieden. Vorher will jeder noch einmal mit Aimée sprechen. Aber Aimée hat das Schloss verlassen, um ins Kloster zu gehen. Doch auch Aimée kommt zurück. Sie will Gaston zu einer gemeinsamen Flucht überreden. Eine friedliche Lösung scheint aussichtslos: Denn der Revolutionär hat seine Pflicht, der Aristokrat seinen Stolz.

Letztlich verlassen alle das Schloss. Kammerdiener Jean verhilft Aimée und Gaston zur Flucht und einem glücklichen Ende. Eine Leiche gibt es dennoch: Jean, der mangels Herrschaft kein Diener mehr ist, erschießt mit den Pistolen die Konvention.
Aimée bietet vier Rollen, die so gut sind, dass es unmöglich erscheint, darin erfolglos zu sein. Die ausgewogene Komödie erinnert an Werke von Scribe, die Brillanz der Dialoge an Noel Coward.

Die Aufführungsrechte für dieses Werk vertritt Felix Bloch Erben im Auftrag der Edition Meisel GmbH, Berlin.