Aktuelle Nachrichten

DSE: "Der Sohn" am St. Pauli Theater, Hamburg
Am 23. Oktober ist die deutschsprachige Erstaufführung von Florian Zellers...

UA: "Warte nicht auf den Marlboro-Mann" von Olivier Garofalo in Aalen
Am 19. Oktober ist die Uraufführung von Olivier Garofalos Stück Warte nicht...

SE: "Alles Liebe, Linda" am Theater Rigiblick, Zürich
Am 22.10. ist die Schweizer Erstaufführung von Alles Liebe, Linda am Theater...

Nominiert für den Deutschen Hörspielpreis: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Ruth Johanna Benraths Hörspiel GEH DICHT DICHTIG! ist für den Deutschen...

Ausgezeichnet! Deutscher Musical Theater Preis 2019
Wir freuen uns, dass unsere Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason und Peter Lund...

Hörspiel des Monats: "Baader Panik" von Oliver Kluck
Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat Baader Panik von...

Rückblick: "Frau Ada denkt Unerhörtes" von Martina Clavadetscher am Schauspiel Leipzig
Am 27. September war die Uraufführung von Martina Clavadetschers Stück Frau...

Nominierungen für den "Deutschen Musical Theater Preis 2019"
Wir freuen uns, dass die Stücke unserer Autoren Thomas Zaufke, Henry Mason,...

UA: "Die Bremer Stadtmusikanten" von Philipp Löhle am Theater Paderborn
Am 30. Oktober ist die Uraufführung von Philipp Löhles Die Bremer...

Neu: "müde wilde welt" von Johannes Hoffmann
In müde wilde welt zieht die heutige Leistungsgesellschaft ins Kinderzimmer...

Neu: "Drei Tage oder Abstieg und Aufstieg des Herrn B." von Roman Sikora
Als Herr B. noch lebte, war er auch schon keine große Nummer. Als...

Neu: "un.orte" von Johanna Kaptein
Einer, dem alles zu viel geworden ist. So viel, dass am Ende gar nichts mehr...

DSE: "The Party" von Sally Potter am Burgtheater Wien
Am 21. September war die deutschsprachige Erstaufführung von Sally Potters...


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Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Birgit BockmannBockmann, Birgit
© Foto: Karoline Bofinger, Berlin 

Birgit Bockmann wurde 1966 in Neumünster/Holstein geboren. Nach ihrem Abitur absolvierte sie von 1988 bis 1991 an der renommierten "Ecole international du théâtre Jaques Lecoq" in Paris ihre Schauspielausbildung. Anschließend kehrte sie nach Deutschland zurück und spielte bis 1997 an verschiedenen Hamburger Theatern. Im gleichen Jahr war sie Teilnehmer von "Stage" bei Ariane Mnouchkine (Théâtre du Soleil, Paris).

Von 1998 bis 2002 studierte Birgit Bockmann "Szenisches Schreiben" an der HdK, Berlin. In dieser Zeit nahm sie an mehreren Workshops teil, u.a. am Theatre de Complicité, London, bei Simon McBurney und am Workshop für junge Dramatiker der Bonner Biennale. 2000 wurde ihr Stück "Dingos" zur Lesung am UAT-Theater, Dresden, eingeladen. 2001 erhielt sie das Berliner Senatsstipendium für Dramatikerinnen auf Schloss Wiepersdorf und wurde im Jahre 2002 zu den Werkstatttagen für junge Dramatiker am Deutschen Schauspielhaus Hamburg eingeladen.

Neben ihrer Arbeit für das Theater war Birgit Bockmann als Schauspielerin in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen sowie TV-Serien zu sehen.

 

Autobahn

3D, 5H
frei zur UA

Ein Dorf an der Autobahn. Ruhe und Stillstand am Rand der großen Verkehrsader. Wie so viele Pendler zieht es auch ein junges Ehepaar hierher. Die günstige Verkehrsanbindung ermöglicht es ihnen, den Traum von einem eigenen Haus auf dem Land zu verwirklichen, ohne dass der Mann seine Arbeit in der Stadt aufgeben muss. Er pendelt. Sie bleibt im Dorf.

Bald genug müssen sie erfahren, dass die Einheimischen die von den Pendlern so oft zitierten Vorteile der Autobahn nur als Nachteile empfinden. Mit der Autobahn kam das Pack aus der Stadt, die das Dorf überfielen, ausraubten und genauso schnell wieder verschwanden, wie sie gekommen waren. Also beschloss die Dorfbevölkerung sich zu wehren. Man sicherte sich ab, man organisierte Nachbarschaftswachschutz. Die Sicherheit des Dorfes wurde oberstes Gebot.

Als ein Nachbar erkennt, was für ein ungeheures Druckmittel er mit der Angst vor Eindringlingen in der Hand hat, bestimmt er immer willkürlicher über die Dorfbewohner und die einzuhaltenden Sicherheitsvorkehrungen. Gleichzeitig ist sein Erfolg sein Ruin. Um sich nicht wegzurationalisieren, muss er beide Seiten bedienen. Sein Sicherheitssystem muss die Lücke sein, durch die das Verbrechen ganz gezielt schlüpfen kann.

Damit Frischhinzugezogene nichts verkehrt machen oder gar die Sicherheitsvorkehrungen in Frage stellen, wird ihnen von der Dorfbevölkerung ein Streich gespielt. Eine Art Initiationsritus für Neulinge, so nennen es die Eingeweihten; die Uneingeweihten fühlen sich als Opfer eines wirklichen Verbrechens. Auch das junge Paar wird Opfer dieses Rituals. Danach muss es sich entscheiden: Passen sie sich an? Geben sie dem Druck nach? Oder geben sie den Traum auf und kehren zurück über die Autobahn in ihr altes Leben?

Hinweis:
Für dieses Stück können Aufführungsrechte
an Amateurtheater erst nach der Uraufführung vergeben werden.