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In Baader Panik bügelt der Autor Oliver Kluck die Geschichte des kollektiven...

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Bild von John Cameron MitchellMitchell, John Cameron

Der amerikanische Autor, Regisseur und Schauspieler John Cameron Mitchell zeichnete sowohl für Regie als auch Buch für den Film "Hedwig and the Angry Inch", für den er beim Sundance Film Festival eine Auszeichnung als Best Director und den Audience Award erhielt, verantwortlich. Außerdem spielte er selbst die Hauptrolle, was ihm zudem eine Golden Globe Nominierung als Best Actor einbrachte. Das Musical Hedwig and the Angry Inch gewann dazu den Obie Award sowie den Outer Critics Circle Award für das Best Off-Broadway Musical. Auf der Bühne wirkte er u. a. bei den originalen Broadway-Produktionen der Stücke Der geheime Garten, "Six Degrees of Separation" und "Big River" mit.

John Cameron Mitchell produzierte zudem den prämierten Dokumentarfilm "Tarnation" (2004) von Jonathan Caouette. Sein Film "Shortbus" (2006) wurde sowohl bei den Festivals in Athen, Zürich als auch Gijon ausgezeichnet. Sein letzter Film "Rabbit Hole" (2010) bescherte Hauptdarstellerin Nicole Kidman eine Oskar-Nominierung als Best Actress.
Für die Bands Scissor Sisters, Bright Eyes und Sigur Ros drehte er Musikvideos.

 

Hedwig and the Angry Inch

Buch von John Cameron Mitchell
Musik und Gesangstexte von Stephen Trask
Deutsch von Rüdiger Bering und Wolfgang Böhmer
1D, 1H
Orchesterbesetzung: Keyb, Git, B, Dr
UA: 1994, Gay Rock Club Squeezebox New York
DSE: 03.10.2002, Arena / Glashaus Berlin

Im Kult-Musical Hedwig and the Angry Inch begegnet die Rock-Diseuse Hedwig ihrer tragikomischen Vergangenheit: In Ost-Berlin als Hänsel Schmidt aufgewachsen wird er noch vor dem Mauerfall von einem schwarzen GI zur Heirat, zur Übersiedlung in die USA und zu einer Geschlechtsumwandlung überredet. Dummerweise bleibt jedoch von seinem Glied ein "angry inch" zurück.

Den 9. November 1989 erlebt Hedwig mittellos und von ihrem "Sugar Daddy" verlassen in einem Trailerpark in Kansas. Während sich in ihrer ehemaligen Heimat die Wiedervereinigung vollzieht, ist Hedwig von ihrer inneren Einheit und geschlechtlichen Identität weit entfernt. Bei einem der Jobs, mit dem sie sich über Wasser hält, lernt sie einen Jungen namens Tommy Speck kennen, dem sie alles über Musik und Entertainment beibringt - mit dem Ergebnis, dass dieser als "Tommy Gnosis" mit den von ihr verfassten Songs zum Rock-Superstar aufsteigt, während Hedwig erneut verbittert und allein zurückbleibt.

Schließlich kehrt Hedwig zu einem einmaligen Konzert erstmalig zurück in ihre Heimatstadt Berlin, genau dorthin, wo früher die Mauer stand, wo der Eiserne Vorhang verlief. Das Konzert in ihrer Heimatstadt und die Wiederbegegnung mit den Orten ihrer Kindheit löst Hedwigs Erinnerungen aus.