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Am Beispiel des Schweins entwirft Gwendoline Soublin eine so bizarre wie...

Neu: "Das Leben ist ein Wunschkonzert" von Esther Becker
Esther Becker ist das Kunststück gelungen, mit leichter Hand ein gewitztes...

Premieren: "Lazarus" in Leipzig und Göttingen
Lazarus von David Bowie und Enda Walsh entwickelte sich nach der...

Premiere: "Backbeat" an der Württembergischen Landesbühne Esslingen
Am 6. Juni ist die Premiere von Iain Softleys und Stephen Jeffreys'...

Neu: "Else (ohne Fräulein)" von Thomas Arzt
Angelehnt an Schnitzlers inneren Monolog "Fräulein Else" verortet Thomas Arzt...

UA: "Mr. Nobody" am Jungen Schauspiel Düsseldorf
Am 1. Juni ist die Uraufführung von Mr. Nobody nach dem Film von Jaco Van...

Premiere: "Alles was Sie wollen" an der Komödie am Kurfürstendamm
Am 7. Juni ist die Premiere von Alles was Sie wollen an der Komödie am...

Sommertheater: Unsere Premieren von Juni bis August
Wir freuen uns auf Sommer, Sonne und Theater - hier eine Auswahl unserer...

Ausgezeichnet: Berliner Kindertheaterpreis 2019 für Esther Becker
"Ein Stück, bei dem man sich fragt, wo es vorher war. Ein Stück, das es schon...

DE: "Der Besuch der alten Dame - Das Musical" bei den Freilichtspielen Tecklenburg
Am 24. Juli 2020 feiern die Freilichtspiele Tecklenburg die deutsche...


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Dehler, Stefan

Stefan Dehler, 1966 in Stuttgart geboren, studierte an der Universität Gießen das Fach Drama, Theater, Medien, das er 1994 mit dem Diplom abschloss. Verschiedene Engagements bei freien Gruppen und Arbeiten für den Hessischen und den Süddeutschen Rundfunk schlossen sich an. Einem Engagement als Darsteller in der Spielzeit 96/97 folgte die mehrjährige Tätigkeit als Dramaturg für den Bereich Musiktheater am Stadttheater Gießen. Seit 2001 arbeitet Stefan Dehler am Deutschen Theater in Göttingen als Dramaturg und Grafiker sowie als Regisseur und Schauspieler für Kinder- und Jugendtheater.

 

Bahnwärter Thiel

Nach der gleichnamigen Novelle von Gerhart Hauptmann
In einer Bearbeitung für die Bühne von Stefan Dehler
2D, 2H
UA: 25.01.2008, Deutsches Theater Göttingen

Thiel ist ein frommer und gewissenhafter Mann. Seit zehn Jahren erledigt er seinen Dienst als Bahnwärter und heiratet, nachdem Thiels geliebte Ehefrau Minna bei der Geburt des gemeinsamen Sohnes Tobias stirbt, aus Vernunftgründen die stämmige Magd Lene. Das ist der Anfang vom Ende. Thiel kann sich gegen Lene nicht zur Wehr setzen und sieht zu, wie sie Tobias misshandelt.

Nach und nach gerät Thiel in totale Abhängigkeit von Lene. Zuflucht findet der Bahnwärter einzig in seinem Bahnwärterhäuschen. Hier verliert sich Thiel zunehmend in nächtliche Anbetungen seiner verstorbenen Minna.

Eines Tages jedoch dringt Lene in sein Refugium ein. Kartoffeln sollen am Acker neben dem Bahndamm gepflanzt werden. In die Arbeit vertieft, verliert sie den Stiefsohn Tobias aus den Augen. Tobias wird beim Spielen von einem Schnellzug erfasst und stirbt in Thiels Armen. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.

Stefan Dehler wirft mit seiner Bühnenfassung von Bahnwärter Thiel einen messerscharfen Blick auf die Geschehnisse. Kaleidoskopartig, kommentarlos und schlicht stellt er die Stationen der Tragödie des Bahnwärters Thiel vor und erzählt mit seinen vier Figuren – Thiel, Minna, Lene und dem Pfarrer – überzeugend die fesselnde Geschichte des Bahnwärters Thiel, einem Antihelden, der alles verlieren muss.

Die Bearbeitung von Bahnwärter Thiel entstand für das Deutsche Theater in Göttingen und wurde dort im Januar 2008 in einer Inszenierung für Jugendliche ab 14 Jahren uraufgeführt.