Aktuelle Nachrichten

UA: "Apeiron" von Anja Hilling am Theater Bonn
Am 24. Januar ist die Uraufführung von Anja Hillings Stück Apeiron am Theater...

Premiere: "Der starke Stamm" am Residenztheater München
Am 23. Januar hat Der starke Stamm von Marieluise Fleißer am Residenztheater,...

UA von Felicia Zellers "Der Fiskus" am Staatstheater Braunschweig
Am 18. Januar ist die Uraufführung von Felicia Zellers neuem Stück Der Fiskus...

Hörspiel des Jahres 2019: "GEH DICHT DICHTIG!" von Ruth Johanna Benrath
Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste hat GEH DICHT DICHTIG! von...

DSE: "Vor dem Entschwinden" am Rheinischen Landestheater Neuss
Am 11. Januar ist am Rheinischen Landestheater, Neuss die deutschsprachige...

Prämiert: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinner der...

Neu bei FBE: "Brüder" von Jackie Thomae
Zwei Männer. Zwei Möglichkeiten. Zwei Leben. Jackie Thomae stellt in ihrem...

Neu bei FBE: "Unser Dorf" von Klaus Chatten
Mia Fängewisch ist Witwe. Vor genau einem Jahr ist ihr Mann Hubert...

Neu bei FBE: "I and You" von Lauren Gunderson
Einfühlsam und voller Humor erzählt Lauren Gunderson von der Suche zweier...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...


Archiv

Aktuelle Stücke
Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Sacha DaninoDanino, Sacha

Sacha Danino und Sébastien Azzopardi kennen sich seit ihrer Kindheit und lange bevor sie gemeinsam eine Truppe gründeten. Ihr erstes gemeinsames Werk war eine Bearbeitung von "In 80 Tagen um die Welt" (2006), welche ganze 10 Jahre auf den Spielplänen verschiedenster Pariser Theater stand und über 3000 Aufführungen erlangte. Sie bekamen den Prix Charles Oulmont, eine Nominierung beim Prix Raimu de la Comédie und den Prix du Public beim Festival d’Anjou 2007. Auch "Mission Florimont", nominiert für den Molière in 2010, und "Coup de Théâtre" (2014) wurden zu nachhaltigen Erfolgen des Autorenduos. Mit ihrem Schreibstil versuchen sie das Universum der bürgerlichen Salonkomödie zu verlassen und die Mittel des klassischen Theaters, der Commedia dell’arte und des Kabarets mit einem filmischen Rhythmus zu verknüpfen. Diese fesselnde Mischung aus Dynamik, lebendiger Replik und szenischer Entdeckung zeichnen den langfristigen Erfolg ihrer Produktionen im Pariser Theaterleben aus.

 

Das Gewissen vergisst nie

(La dame blanche)
Annette und Paul Bäcker
4D, 6H
UA: 10.09.2015, Théâtre du Palais-Royal Paris
frei zur DSE

Spät nachts in den Wäldern der Bretagne. Autoscheinwerfer, Regen, Bremsquietschen - ein Schrei. Der junge Polizist Malo weiß selber nicht richtig wie ihm geschieht, doch Alice ist auf einmal tot. Eben hatten sie sich noch gestritten, denn seine Ehefrau ist schwanger und obwohl er Alice wirklich liebt, kann er Céline und das Kind nicht im Stich lassen. Was nun? In seiner Panik versteckt er die Leiche im Wald. Das Leben muss gerade jetzt weiter gehen! Ein paar Monate später kommt eine junge Frau in seine Wache und meldet ihre Schwester als vermisst. Es ist Nina, Alice Schwester und dieser zum verwechseln ähnlich. Nina spürt, dass Alice etwas zugestoßen ist und Malo gibt vor ihr helfen zu wollen. Ninas Auftauchen ist jedoch nicht die einzige Verunsicherung. Malo hört Stimmen, in seiner Wohnung passieren komische Sachen und alles deutet darauf hin, dass Alice ihre Rechnung aus dem Jenseits heraus mit ihm begleichen will. Schließlich wird ihre Leiche gefunden und der Verdacht fällt, durch Malo manipuliert, auf Victor, ihren schwachsinnigen Nachbarn. Dieser wird verhaftet und zunächst sieht es so aus als wenn Malos perfider Plan aufgeht. Doch Alice setzt ihm durch ihren Spuk derartig zu, dass sein Kollege Alex verdacht schöpft und die Wahrheit ans Licht kommt. Victor wird entlassen und will sich stellvertretend an Nina rächen. In einem fantastischen Verfolgungs-Showdown wird dies verhindert und die aufgebrachte Seele von Alice besänftigt, damit sie endgültig im Totenreich Ruhe findet.

Kann man sich im Theater fürchten? Schon beim Scannen der Eintrittskarte im altehrwürdigen Palais Royal wurde man bei der Inszenierung von Untoten in wunderbar hässlichen Kostümen derartig angefaucht, dass sich sofort der Lachmuskel aktivierte. Hier war die Sache klar. Fürchten Sie sich und lachen Sie! Angesiedelt zwischen Fantasy-Krimi, Horror und Komödie, in einer Kombination aus Magie, Spezialeffekten, Interaktion mit dem Publikum und filmischen Schnittelementen bietet das Stückkonzept der Autoren ein einzigartiges Zuschauererlebnis, welches Spannung, Grusel, eine Liebesgeschichte und eine gehörige Portion Humor bereit hält und unvergessen bleibt. Das Gewissen vergisst nie wurde 2016 für in drei Kategorien für den Prix Molière nominiert.

Werk aus dem Programm des Theaterverlag Werk aus dem Programm des Theaterverlag Desch