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DSE: Nina Segals "Nachts (bevor die Sonne aufgeht)" in Mainz
Am 14. Dezember ist die deutschsprachige Erstaufführung von Nina Segals Stück...

SE: Chris D’Arienzos "Rock of Ages" in Emmenbrücke
Am 14. Dezember ist am Le Théâtre in Emmenbrücke die Schweizer Erstaufführung...

Neu bei FBE: "Peter Pan" von CocoRosie & Robert Wilson
Robert Wilson und das amerikanisch-französische Freak-Folk-Duo CocoRosie...

Ausgewählt: Maria Ursprung bei den Autorentheatertagen 2020
Die Jury hat getagt und aus über 150 Einsendungen die drei Gewinnerstücke der...

"Sprachschön und brutal": Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis für Felicia Zeller
Felicia Zeller wird mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2020...

UA: "Die Bademattenrepublik" am JES
Am 1. Dezember war die Uraufführung von Die Bademattenrepublik nach dem...

Neu bei Desch: "Weinprobe für Anfänger" von Ivan Calbérac
Steve ist nicht nur ein vorbestrafter Gauner, sondern entpuppt sich durch...

Neuübersetzungen: "Die Nashörner" und "Bunbury"
Die Neuübersetzungen von Die Nashörner und Bunbury unterstreichen die...

"Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Theater Osnabrück
Am 7. Dezember hat die Inszenierung von Philipp Löhles Stück Die Mitwisser...


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Charell, Erik

Erik Charell, geboren am 8. April 1894 in Breslau als Erich Karl Löwenberg, studierte Tanz und gründete das Charell-Ballett, mit dem er mehrere Jahre erfolgreich durch Europa tourte. 1924 kehrte er nach Deutschland zurück und brachte seine erste Revue "An Alle" heraus. Zwei Jahre später ging er dazu über, Operettenklassiker wie "Die lustige Witwe" mit jazzigen Elementen zu modernisieren. Seine eigenen Operetten, die in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Ralph Benatzky entstanden, sind bis heute berühmt. Dazu zählen "Casanova" (1928), "Die drei Musketiere" (1929) und "Im weißen Rössl" (1930). Letzteres wurde sein erfolgreichstes Werk und wurde in den darauffolgenden Jahren auch in London, Paris und New York aufgeführt und 1952 schließlich mit Johannes Heesters sogar verfilmt. Spätere Stars wie Marlene Dietrich und Hans Albers verschaffte er erste Auftritte unter seiner Regie und engagierte die "Comedian Harmonists" für "Casanova", was für die Gruppe der Durchbruch bedeuten sollte. 1931 übertrug ihm die UFA die Regie für den späteren Kinoschlager "Der Kongreß tanzt". Wegen seiner jüdischen Abstammung wurde der Vertrag jedoch 1933 gelöst und Charell emigrierte in die USA. Nach Ende des zweiten Weltkrieges kehrte er nach Deutschland zurück und konnte mit "Feuerwerk" am Staatstheater am Gärtnerplatz, München noch einmal Erfolge verzeichnen. 1969 wurde ihm das Filmband in Gold verliehen als Anerkennung seines Schaffens. Am 15. Juli 1974 verstarb Erik Charell in München.

2010 widmete das Schwule Museum Erik Charell erstmals eine Ausstellung unter dem Titel "Glitter and be Gay: Erik Charell und die schwule Operette".