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UA: "Karl und Rosa. Für Geister Eintritt frei" von Felicia Zeller (nach Alfred Döblin) am Theater Magdeburg
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

KinderStückePreis 2019: Nominierungen für "Die Eisbärin" und "Ich, Ikarus"
Zwei Kinderstücke aus unserem Programm wurden zu den diesjährigen Mülheimer...

ÖEA: "Die Mitwisser" von Philipp Löhle am Schauspielhaus Graz
Am Schauspielhaus Graz inszeniert Felicitas Braun Die Mitwisser von Philipp...

Neu: Felicia Zeller bei Felix Bloch Erben
Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass Felicia Zeller seit dem 1. Januar...

Ursendung: "Wie die Blinden träumen" von Tomer Gardi im SWR
Die Ursendung von Tomer Gardis neuem Hörspiel Wie die Blinden träumen ist am...

Premiere: "Ikar" von Katrin Lange am Unicorn Theatre
Ikar - zu Wasser, zu Lande, in der Luft (Das Labyrinth) von Katrin Lange hat...

SEA: "Die Zertrennlichen" am Theater und Orchester Biel Solothurn
Das Theater und Orchester Biel Solothurn bringt am 27. Februar die Schweizer...

Wiederentdeckt: "Mörder ohne Bezahlung" von Eugène Ionesco
"Die Leute wissen davon und lassen sich trotzdem überraschen." Mörder ohne...

Premiere: "Die Stühle" von Eugène Ionesco am Burgtheater Wien
"Das Theater spiegelt offensichtlich die Beunruhigung unserer Zeit." sagte...


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Bild von Robert HanellHanell, Robert

Robert Hanell stammt aus Böhmen, wo er 1925 geboren wurde. Neben dem Besuch des Gymnasiums nahm er privat Musikunterricht. Konkurrierend mit dem Wunsch, alte Sprachen zu studieren, entwickelte sich die Leidenschaft zum Theater, wo er nach Krieg und Gefangenschaft 1945 seine Karriere als Dirigent startete. Über Zwickau, Meiningen, Gera und Görlitz kam er 1955 nach Berlin und wurde von Walter Felsenstein als 1. Kapellmeister an die Komische Oper verpflichtete. 1965 übernahm er als Chefdirigent die Leitung des Großen Rundfunkorchesters Berlin. Daneben war er ständiger Gastdirigent an der Staatsoper Berlin, am Opernhaus Leipzig, an der Staatsoper Dresden und am Chemnitzer Opernhaus. Gastspiele führten ihn nach München, Hannover, Frankfurt a.M., Prag, Warschau und in viele andere Musikzentren.

1947 entstand seine erste Oper "Die Bettler von Damaskus". Es folgten u.a. "Die Gnomenwette" (1949), Die Spieldose (1957), neben Dessaus "Verurteilung des Lukullus" eine der meistgespielten zeitgenössischen Opern in der DDR, "Dorian Gray" (1962), "Griechische Hochzeit" (1969) und "Babettes grüner Schmetterling" (1984) sowie Bearbeitungen von Offenbachs Einaktern "Salon Pitzelberger" und "Die beiden Blinden". Robert Hanell verstarb am 14. März 2009.

 

Die Spieldose

Oper in zwei Akten
nach dem Schauspiel von Georg Kaiser
Musik von Robert Hanell
1D, 3H
Orchesterbesetzung: Fl I, II, Ob (E.H), Klar (B.Klar), Fg, Hr I, II, III, Trp I, II, Schl, Hrf, Vl I, II, Va, Vc, Kb; Bühnenmusik: Cel
UA: 30.11.1957, Theater Erfurt

Der Bauernsohn Paul Chaudraz kämpft im Zweiten Weltkrieg an der Front, während seine Braut Noelle bei seinem Vater Pierre lebt. Mit den Klängen einer Spieldose halten beide die Erinnerung an Paul lebendig. Standhaft bekämpfen sie ihre insgeheim aufblühende Liebe. Als sie die Nachricht vom Tode Pauls erhalten, verlieren sie jedoch die Kraft der Entsagung. Noelle hofft, mit Pierre das aufbauen zu können, was ihr mit Paul versagt blieb.

Ein Jahr später haben Noelle und Pierre ein gemeinsames Kind. Da erhalten sie die Nachricht, dass Paul lebt, infolge seiner schweren Verletzungen aber das Gedächtnis verloren hat. Sie nehmen Paul auf, der fortan als Fremder mit seiner Familie lebt.

Als eines Tages Noelle ihre Milchkarte vermisst, bittet sie Paul, ihr bei der Suche zu helfen. Paul aber entdeckt die Spieldose, hört die Melodie und findet sein Gedächtnis wieder. Die Erkenntnisse seiner Lebenssituation kann Paul nicht bewältigen. Er tötet seinen Vater und fordert Rechenschaft von Noelle, die trotz allem bereit ist, seine Frau zu werden. Erst als Paul von ihr verlangt, zu gestehen, wen sie mehr liebt, wirft sie ihm seine Schuld vor und verlässt den Mörder. Im Bewusstsein seiner Tat sühnt Paul seine Schuld, indem er sein Leben für zehn unschuldige Geiseln opfert.