18.12.2018

Aktuelle Nachrichten
Aktuelle Stücke

Little Voice
von Jim Cartwright und Philipp Löhle

Zwei Lügen, eine Wahrheit
von Sébastien Blanc und Nicolas Poiret

Wildbestand oder Von einer, die auszog, eine Zukunft zu finden
von Esther Becker

Was man von hier aus sehen kann
von Mariana Leky

Wälder im Frühling
von Eva Rottmann

Der Vogel Anderswo
von Stephan Wolf-Schönburg

Die Verschwörerin
von Joël László

Der Untergang der Vereinigten Staaten von Amerika
von Oliver Schmaering

Trailer für die nahe Zukunft
von Oliver Schmaering

The Making of Der Untergang der Vereinigten Staaten von Amerika
von Oliver Schmaering

Der Sohn
von Florian Zeller

Der Sittich
von Audrey Schebat

Siegfried simulieren
von Nina Ender

Sherlock Holmes und der Tod des Bayernkönigs
von Dogberry&Probstein

Serverland
von Josefine Rieks

Seefahrerstück
von Oliver Schmaering

Scham
von Claudia Tondl

Rotterdam
von Jon Brittain

Ramses II.
von Sébastien Thiéry

Rabbit Hole
von David Lindsay-Abaire

Präsidenten-Suite
von John T. Binkley

Polnische Hochzeit
von Joseph Beer , Fritz Löhner-Beda und Alfred Grünwald

Nora, 2. Teil
von Lucas Hnath

Nicobobinus
von Katrin Lange und Terry Jones

Nibelungen
von Oliver Schmaering

Nackt über Berlin
von Axel Ranisch

Nach Luft jagen
von Michael Alexander Müller

Mr. Nobody
von Jaco Van Dormael

Das Molekül
von William Ward Murta

Die Mitwisser
von Philipp Löhle

Mit deinem Bein im Mund lässt es sich viel leichter ich liebe dich Luka sagen
von Marcus Peter Tesch

Little Me
von Cy Coleman , Neil Simon und Carolyn Leigh

Kuno kann alles
von Henry Mason

Kopfkino
von Thomas Zaufke und Peter Lund

Kiss Me, Kate / große Fassung / Neubearbeitung Peter Lund
von Cole Porter , Bella Spewack und Samuel Spewack

King Kong Bonus Features
von Oliver Schmaering

Die Jüdin von Toledo
von Lion Feuchtwanger und Koen Tachelet

Jedermann - Ein Musical vom Sterbenlernen
von Peter Lund , Wolfgang Böhmer und Hugo von Hofmannsthal

Jasper in Deadland
von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster

In 80 Tagen um die Welt
von Tilo Nest und Hanno Friedrich

Im Gefängnis
von Monika Osberghaus und Thomas Engelhardt

Ich, Ikarus
von Oliver Schmaering

Ich werde nicht hassen
von Izzeldin Abuelaish

Hunger
von Knut Hamsun

Heiß auf 2. Liga
von Jörg Menke-Peitzmeyer

Die ganze Welt in meinem Zimmer
von Sergej Gößner und Klaus Schumacher

Fuckfisch
von Juliette Favre

Fuckfisch
von Juliette Favre

Der Freischütz
von Carsten Golbeck

Frau Ada denkt Unerhörtes
von Martina Clavadetscher

Die Feuerbringer
von Tomer Gardi

Fallen
von Anna Gschnitzer

Die Eisbärin
von Eva Rottmann

Eine Weihnachtsgeschichte
von Philipp Löhle

Ein Amerikaner in Paris
von George Gershwin , Ira Gershwin und Craig Lucas

Effi
von Oliver Schmaering und Kay Wuschek

Du springst, ich falle
von Maryam Madjidi

Das Dschungelbuch
von Paul Graham Brown und Birgit Simmler

Das Mädchen Wadjda
von Haifaa Al Mansour

Brigitte Bordeaux
von Sergej Gößner

Das brandneue Testament
von Jaco Van Dormael und Thomas Gunzig

Big Republic
von Oliver Schmaering

Big Guns
von Nina Segal

Adel verpflichtet (Musical)
von Rainer Bielfeldt , Anne X. Weber und Susanne Lütje

Adel verpflichtet
von Dogberry&Probstein


Aktuelle Premieren
Aktuelle Premierenberichte
Bild von Clément MichelMichel, Clément

Clément Michel, 1974 in Paris geboren, ist Autor, Schauspieler und Regisseur. Er feierte seine ersten Erfolge mit dem Stück "Le Carton", das zwischen 2001 und 2004 in Paris am Lucernaire, an der Comédie de Paris und am Théâtre des Variétés zu sehen war. Nicht minder erfolgreich waren seine Stücke "Début de fin de soirée", "Le grand bain" sowie Trennung für Feiglinge, die alle in den Folgejahren in Paris zur Uraufführung gelangten. Letzteres wurde durch die deutschsprachige Erstaufführung am Neuen Theater Hannover hierzulande ein permanenter Erfolg und international ebenfalls in Russland, Korea, Spanien, Mexiko und in der Türkei gespielt. Als Drehbuchautor und Regisseur zeichnete er 2013 für den Film "La stratégie de la poussette" verantwortlich. Er arbeitet derzeit an unterschiedlichen Projekten für Kino und Theater.

 

Freundschaft auf Rechnung

(L'addition)
Deutsch von Jakob Schumann
3H
UA: 10.06.2016, Théâtre de la Gaîté-Montparnasse Paris
DSE: 31.05.2018, Kleines Theater am Südwestkorso Berlin

Das Männerwochenende von Jules, Antoine und Axel beginnt mit einem ausgiebigen Abendessen und einer obligatorischen Sauferei. Axel bezahlt am Ende des Abends überschwänglich und großzügig die Zeche für alle drei Freunde. Soweit so gut. Am nächsten Tag jedoch bereut er seine Entscheidung und fordert seine Freunde auf, sich an der Rechnung zu beteiligen und ihm je ein Drittel zurückzuzahlen. Die beiden anderen sind perplex, doch zumindest Antoine ist einverstanden und zückt sein Scheckbuch. Jules hingegen weigert sich standhaft und von diesem Zeitpunkt an werden die Karten ihrer langjährigen Freundschaft neu gemischt. Das Treffen entwickelt sich zu einer vollumfänglichen Abrechnung im buchhalterisch besten Sinne der Generation 40+, bei dem jeder Fehler gegen jeden Mangel und jeder Betrug mit einem gekonnten Gegenschlag verrechnet wird. Und um wen und was geht es am Ende eigentlich? Die Frauen, die Liebe, den Sex! So entlarvt Jules in seiner Eifersucht Axel als Heuchler, in dem er ihm vorwirft, die Rechnung nicht aus freundschaftlicher Zuneigung bezahlt zu haben, sondern nur, um die „bombastische“ Kellnerin zu beeindrucken und nun die Kosten für diesen Moment des Triumphes auf die Freunde umzulegen. Und der sonst so schüchterne und verschlossene Antoine wird durch einen Zufall als Ehebrecher entblößt. Er erklärt daraufhin auch gleich, seine Frau und seine drei Töchter für die Geliebte verlassen zu wollen und mit ihr ein weiteres Kind zu bekommen, was vor allem bei Axel auf völliges Unverständnis stößt. Denn wie kann man nur mit einer Gleich-"Alten" ein Verhältnis haben?!

Freundschaft auf Rechnung ist Clément Michels fünftes Stück und wurde in der Uraufführung von David Roussel inszeniert, mit dem Clément Michel seit 20 Jahren zusammenarbeitet. Die Komödie bietet einen vergnüglichen und unverhüllten Einblick in die über Jahre eingefahrenen Freundschaftsstrukturen, Beziehungen und Lebensentwürfe. Wie auch im Vorgängerstück Trennung für Feiglinge setzt Clément Michel auf schnelle Dialoge, widersprüchliche Charakterzüge und eigenwillige Marotten, die seine Mitvierziger allesamt äußerst menschlich und sympathisch erscheinen lassen.

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